Stanislawski tritt noch einmal an

Stanislawski und Robin Bakker siegten im Jahr 2014.
Stanislawski und Robin Bakker siegten im Jahr 2014.
Foto: Sexauer
Was wir bereits wissen
Mit dem „Großen Preis der NRZ“ fungiert ein Klassiker als Mittelpunkt der Rennen auf der Dinslakener Trabrennbahn.

Dinslaken..  Nach dem überaus erfolgreichen Renntag der Rheinfels-Quelle steht am Sonntag auf der Trabrennbahn am Bärenkamp bereits der absolute Jahreshöhepunkt in Dinslaken auf dem Programm. Mit dem „Großen Preis der NRZ“ fungiert ein mit 20 000 Euro dotierter Klassiker als Mittelpunkt der elf Rennen umfassenden Tageskarte. Drei Sieg-Jackpots kann der Veranstalter anbieten und hofft in Anbetracht des sportlichen Angebots mit Gästen aus der ganzen Bundesrepublik und den Niederlanden auch auf ein gutes finanzielles Ergebnis des Renntages, der mit dem ersten Start um 14 Uhr beginnen wird.

Im Vorjahr gewann Stanislawski den „Großen Preis der NRZ“ und erhält nun die Gelegenheit zur Titelverteidigung; es wäre das erste Mal, dass sich ein Pferd zweimal in die Siegerliste einträgt. Die Chance ergibt sich, da aus dem ehemaligen Jahrgangsrennen nun eine Prüfung für vier- und fünfjährige Pferde geworden ist. Gut möglich, dass Stanislawski zum ersten Doppelsieger avanciert, doch dafür muss er sicherlich in Topform antreten, denn nicht nur die neun Gegner an achter Stelle haben es in sich, sondern auch die Zulage von 25 Metern, die er allein zu bewältigen hat.

Robin Bakker sitzt erneut im Sulky des nach einem ehemaligen Kult-Fußballer und -Trainer des FC St. Pauli benannten Fuchses. Der letzte Auftritt in Kopenhagen war nicht vom Glück besonnt, so dass die Gegner frohlocken können. Ebenfalls glücklos beim letzten Mal in der Fremde agierte Greenspan, der mit Victor Gentz nach allen anderen Leistungen Endkampfanwärter ist. Das gilt auch für den stets zur Jahrgangsspitze zählenden Easy Lover mit Champion Michael Nimczyk. Robbin Bot bringt zwei Pferde an den Start, überlässt Derby-Trostlaufsieger Way Scott Richard Slijfer und steuert selbst Jamil Cortina, der als Sieger in Rekordzeit in Hamburg überzeugte, obgleich er seinen Fahrer durch sein Phlegma tüchtig ins Schwitzen brachte.

Viel hängt vom geglückten Start ab

Da das erste Band mit neun Pferden übervoll besetzt ist, wird vieles von einem geglückten Start abhängen, dann können mit der nötigen Fortune auch die Gäste Samir mit Josef Franzl und Star Potential – gerade überzeugende Siegerin in Berlin – mit Dennis Spangenberg mitmischen. SJs Junior C (Stefan Schoonhoven), Barnaby (Heinrich Gentz) und die nicht leicht zu taxierende Edna Boko (Dion Tesselaar) gefallen nicht wesentlich schlechter, weshalb man auf einen spannenden „Großen Preis“ gefasst sein darf.

Der „NRZ-Pokal“ um 10 000 Euro Preisgeld trägt zwar den Untertitel „Beginners“, doch „blutiger Anfänger“ ist keiner der acht Kandidaten. Bayerns Champion Josef Franzl bringt gleich drei Pferde an den Start. Der Silberhelm entschied sich für den erst einmal bezwungenen Nileo, während er die startschnelle Sultana Jet Erwin Schmalenberg anvertraute und Robin Bakker die Aufgabe übertrug, den hitzigen, aber laufgewaltigen Aggetto über den Kurs zu bringen.

Gegen die geballte Bayern-Streitmacht halten wohl vor allem Dream Boy As mit Goldhelm Michael Nimczyk und Don di Quattro mit Ralf Oppoli am besten dagegen. Der gebürtige Schwede überzeugte mit einem blitzsauberen Erfolg vor Ort beim ersten Deutschland-Start.

Wetten gehört bekanntlich zum Pferderennsport untrennbar dazu. Diesmal werden gleich drei Prüfungen durch einen Sieg-Jackpot gewürzt. Rechtzeitiges Erscheinen ist daher Pflicht, denn in der ersten Tagesprüfung warten gleich 500 Euro extra im Siegtopf. Von den acht Kandidaten hat nur Montender As (Klaus Horn) in diesem Jahr schon gewinnen können, weshalb der Lauf offen daher kommt und attraktive Quoten zu erwarten sind.

Gar 1000 Euro beträgt der Sieg-Jackpot im „Turf-Connect-Presi“ an dritter Stelle. Hier führt der Weg zum Sieg über eine glattgehende Diva Newport, die in der „Deutschen Amateurmeisterschaft“ an einem unmöglichen Rennverlauf scheiterte und diesmal mit Michael Nimczyk fehlerfrei die von Charlie PM (Jochen Holzschuh) angeführte Konkurrenz halten sollte.

Im vorletzten Rennen deutet alles auf Raspberry Diamant in der Hand von Robin Bakker hin. Da sollte die zusätzlichen 500 Euro die Siegquote für den Tipp des Tages verbessern können.

Newcomer versus Routinier – So lautet die Schlagzeile für den siebten Lauf zum „Dintrab-Cup“. Der blutjunge Jan Steinhaus will mit Imperial Corner seinen dritten Lebenserfolg erringen, während der deutsche Amateurchampion Jörg Hafer mit Endeavour Lady nicht nur die Führung im Klassement behaupten, sondern auch den achten Jahreserfolg erzielen will.