Spielabbruch! „Vereinigte“ fühlten sich verpfiffen

08/29-Coach Felix Linden habe „so etwas noch nie erlebt.
08/29-Coach Felix Linden habe „so etwas noch nie erlebt.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde. In der Verbandsliga-Partie gegen den TSV Bocholt fühlte sich 08/29 Friedrichsfeld massiv von den Schiedsrichtern benachteiligt und brach das Spiel ab.

Selbst in seinen kühnsten Träumen hätte sich Trainer Felix Linden sein letztes Verbandsliga-Heimspiel bei der SV 08/29 Friedrichsfeld so nicht vorstellen können: Beim Stand von 19:22 brachen die „Vereinigten“ die Handballpartie gegen den TSV Bocholt ab, weil sich die Gastgeberinnen massiv benachteiligt fühlten. „In 15 Angriffen wurde 13 Mal ein Schrittfehler gegen uns gepfiffen“, so Linden, „für jede Kleinigkeit gab es Zeitstrafen. So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Der Höhepunkt war eine rote Karte gegen die Bank in der 50. Minute, weil diese „der Offizielle nicht mehr im Griff gehabt haben soll“, vernahm Linden. Katharina Dronia musste auf die Tribüne.

Die Entscheidung wurde in Absprache mit dem Verein und den beiden 08/29-Spielführerinnen Nicole Schulte-Euler und Julia Löckelt getroffen, nachdem den Bocholterinnen gleich drei zweifelhafte Strafwürfe hintereinander zugesprochen wurden. „Ich möchte Bocholts Leistung nicht absprechen“, betonte Linden. Selbst die Gäste, die ebenfalls mit Zeitstrafen wegen Meckerns bedacht wurden, hätten das Geschehen „nicht akzeptabel“ gefunden. Auf der Tribüne mit rund 60 Zuschauern entbrannte ebenfalls Wut. „Die hätten fast die Halle abgerissen“, so Linden.