Spellener Kunstrasenprojekt droht Verzögerung

Am 3. Oktober 2012 wurde der kleine Kunstrasen beim SV Spellen eingeweiht.
Am 3. Oktober 2012 wurde der kleine Kunstrasen beim SV Spellen eingeweiht.
Foto: Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPo
Was wir bereits wissen
Voerde. Die geplante Erweiterung zum Großspielfeld muss beim SVS möglicherweise um ein ganzes Jahr verschoben werden.

Am 3. Oktober 2012 eröffnete der SV Spellen feierlich seine kleine Kunstrasenspielfläche. Schon damals war den Verantwortlichen am Groelberg klar, dass es das noch nicht gewesen sein sollte. Die Erweiterung zum Großspielfeld auf dem fast witterungsunabhängigen und pflegeleichten Untergrund hatten der Vorsitzende Joachim Kaßelmann und seine Mitstreiter immer im Hinterkopf. Nun würden die Spellener am Ende der laufenden Saison gerne mit den Arbeiten beginnen, doch die klammen Kassen der Stadt Voerde könnten dem Verein einen Strich durch die Rechnung machen.

Im Voerder Kultur- und Sportausschuss geht es am nächsten Mittwoch um die Genehmigung „eines förderungsunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginns.“ Inwieweit das Projekt aber von der Stadt bezuschusst wird, ist damit noch lange nicht entschieden, denn der Haushalt für 2015 wird erst im Mai verabschiedet und muss obendrein auf Grund des Haushaltssicherungskonzeptes vom Kreis Wesel genehmigt werden.

Nur in der spielfreien Zeit

Beim SVS drängt die Zeit aber, denn die Arbeiten, bei denen der aktuell noch vorhandene Ascheplatz aufgegeben wird, können nur in der spielfreien Zeit ausgeführt werden. Sonst könnten wir den Spielbetrieb gar nicht aufrecht erhalten“, sagt Kaßelmann. Obendrein können einige Arbeiten aus technischen Gründen gar nicht im Winter ausgeführt werden.

Sollte es also nicht frühzeitig grünes Licht geben, dann würde der Baubeginn gleich um ein Jahr auf Mai 2016 verschoben. „Das würden wir sicherlich auch noch durchhalten. Unsere Anlage ist ja grundsätzlich absolut in Ordnung“, erklärt der SVS-Vorsitzende, „aber um wirklich zukunftsfähig zu bleiben, brauchen wir den Kunstrasenplatz auf jeden Fall.“

245 000 Euro hat bereits die Errichtung der kleinen Kunstrasenspielfläche gekostet, etwas mehr als 300 000 sollen bei der Fortsetzung des Projektes hinzu kommen. Die unbedingt benötigten 50 Prozent Eigenkapital haben die Spellener schon beisammen.

Eine Aufnahme der Arbeiten ohne die feste Zuschusszusage der Stadt Voerde kommt für Joachim Kaßelmann aber auf keinen Fall in Frage. Zu riskant – schließlich sei der Vereinsvorstand nicht nur der Fußballabteilung mit seinen rund 800 Mitgliedern verpflichtet. Der SV Spellen hat insgesamt weit über 2000 Mitglieder.