Spellen wieder kämpferisch

Sebastian Göhl konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als der Ball in der Nachspielzeit in das Tor kullerte. Der Spellener Angreifer hatte sich das ganze Spiel über Torchancen erarbeitet und war bei seinen Abschlüssen oft vom Pech verfolgt gewesen. In der Fußball-Bezirksliga konnte sich der SVS gegen den Uedemer SV trotzdem mit 3:0 (2:0) durchsetzen.

Es war eine verhaltene Anfangsphase, die die Zuschauer am Groelberg zu sehen bekamen. Beide Mannschaften brauchten drei Punkte, um sich die Möglichkeit zu erhalten, aus der Abstiegszone heraus zu kommen. Das erste Ausrufezeichen setzte Marco Braßmann, der aus zentraler Position den Uedemer Schlussmann Rene van Elten prüfte (2.). Nach rund fünf Minuten übernahmen die Hausherren dann voll die Spielkontrolle und zeigten sich als das bemühtere Team. Dies wurde dann auch schnell belohnt: Sebastian Göhl versuchte es von Linksaußen mit einem kräftige Flachschuss, van Elten konnte dann Ball nicht festhalten und Talha Ören staubte erfolgreich ab – 1:0 (11.).

Uedem wurde selten gefährlich, aber in der 27. Spielminute standen plötzlich drei Gäste frei vor dem Spellener Tor. Doch keinem gelang es, den Ball wirklich zu treffen. Glück für die SVS-Verteidigung! Kurz vor der Pause belohnten sich die Hausherren dann noch einmal: Leroy Badu ließ einen Uedmer Verteidiger aussteigen und hatte dann das Auge für Marco Braßmann, der den Ball zur 2:0-Führung über die Linie brachte (44.).

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Gäste bemühter und versuchten, in das Spiel zurück zu kommen. Spellen hatte viele Kontermöglichkeiten, vor allem durch Göhl und Badu, die sie bis kurz vor dem Abpfiff aber nicht zu nutzen wussten. In der 92. Spielminute machte Göhl dann aber seinen längst überfälligen Treffer und Spellen fuhr drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf ein. „ Als Spieler weißt du, dass das Spiel gewonnen werden muss und dann hast du Druck. Die Mannschaft ist heute gut mit dem Druck umgegangen. Wir spielen momentan keinen Zauberfußball, aber bei unserer Tabellensituation ist es wichtig, ergebnisorientiert zu spielen. Das haben wir heute getan,“ erklärte SVS-Coach Markus Osthoff. Durch den Sieg rückten die Spellener auf den 13. Tabellenplatz vor.

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