Spellen lässt zu viel liegen

Bislichs Stürmer Alpha Samoura hatte die Spellener Defensive im Griff.
Bislichs Stürmer Alpha Samoura hatte die Spellener Defensive im Griff.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Voerde. Schwache Chancenverwertung verhindert beim 1:1 gegen Bislich den Dreier. Ausgleich durch Kuckhoff.

Markus Osthoff weiß genau, dass Unentschieden seinen SV Spellen im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga nicht wirklich weiterbringen. Nach dem 1:1 (0:0) gegen den SV Bislich war der Trainer des Aufsteigers trotzdem bemüht, die vorangegangenen 90 Minuten positiv zu bewerten: „Ich freue mich, weil die Leistung gestimmt hat. Das war ein richtig gutes Ding von den Jungs. Man darf ja auch nicht vergessen, dass wir personell aus dem letzten Loch gepfiffen haben und der Gegner über uns steht“, erklärte der Ex-Profi.

Wenn Osthoff etwas zu kritisieren hatte, dann die eigene Chancenverwertung: „Wir müssen natürlich mehr aus unseren Möglichkeiten machen“, gestand der SVS-Coach. Jasper Weigl hatte die erste richtig gute Gelegenheit (17.), den Kopfball von Simon Claßen nach einem Weigl-Freistoß hielt Gästekeeper Sven Sextro stark (21.). Der Freistoß von Marco Braßmann strich knapp am kurzen Eck vorbei, auch Leroy Badu traf nach der Pause aus guter Position das Bislicher Tor nicht (53.). Spätestens der gerade eingewechselte Torben Evers hätte aber in der 79. Minute die Führung erzielen müssen. Doch der Aushilfsakteur aus der dritten Mannschaft köpfte den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten.

So kam es, wie es in solchen Fällen so häufig kommt. Den Bislichern, bis dahin kaum einmal gefährlich vor dem Spellener Kasten aufgetaucht, gelang der erste Treffer. Marc Ressel, zur Pause ins Spiel gekommen, zirkelte einen Freistoß aus mehr als 30 Metern in den Winkel. SVS-Torwart Hendrik Gockel war noch dran, konnte das Leder aber nicht mehr entscheidend abwehren.

Kuckhoff gleicht aus

Die Spellener steckten nicht auf, warfen noch einmal alles nach vorne und wurden für ihren Kampfgeist schließlich doch noch belohnt. Daniel Kuckhoff stand nach einem weiten Einwurf im Sechzehner goldrichtig und ließ Sextro mit seinem wuchtigen Schuss keine Chance (89.). In der Nachspielzeit drängten die Hausherren weiter. Ein wirklich strukturierter Angriff gelang den „Schweizern“ aber nicht mehr. „Bitter, das hat die Mannschaft heute nicht verdient gehabt“, wäre ein Sieg für Osthoff nur gerecht gewesen.