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Sorgen waren unbegründet

17.06.2012 | 19:43 Uhr
Sorgen waren unbegründet

Dinslaken. Tennis-Damen der Dinslakener TG Blau-Weiß gewannen gegen Köln nach 4:2-Führung auch alle drei Doppel. Vierter Sieg im fünften Regionalliga-Spiel. Rütten sorgte für einen kleinen Eklat.

Als Michaela Rütten den letzten Ball in den Zaun gedroschen und damit die Chance auf eine Vorentscheidung verpasst hatte, dachten Josanne van Bennekom und Emma Laine zeitgleich an die Begegnung gegen Münster. „Da haben wir 2:4 hinten gelegen und noch gewonnen. Hoffentlich läuft es diesmal nicht anders herum“, fürchteten die beiden Spielerinnen der Dinslakener TG Blau-Weiß. Eine Sorge, die das Duo wenig später keineswegs lähmen sollte. Im Spitzendoppel machten die überragende Laine und ihre niederländische Partnerin beim 6:4, 6:3 gegen Benedetta Davato und Lisanne van Riet zügig alles klar. Am Ende hieß es für den Aufsteiger in die Tennis-Regionalliga gegen Rot-Weiß Köln sogar 7:2. Durch den vierten Sieg im fünften Spiel ist der DTG der Klassenerhalt auch theoretisch nicht mehr zu nehmen.

Der Tag ging schon gut los für die Gastgeberinnen: Nina Knippert durfte sich beim 6:2, 6:4 gegen Eva Lieben über ihren ersten Sieg in der Regionalliga freuen: „Ich bin wieder ganz gut in Form, es hat fast alles geklappt“, erklärte die 15-Jährige, die nur einen Steinwurf entfernt von der Anlage an der Alleestraße wohnt, gelassen.

Corina Scholten bekam beim engen Match gegen Dominique Rothländer zwar nur selten die nötige Länge in ihre Schläge und verlor nach über zwei Stunden mit 4:6 und 5:7, doch van Bennekom sorgte für eine 2:1-Führung. Wie die Niederländerin allerdings die Partie gegen Lisanne van Riet nach schwachem Start noch gedreht hatte, war ihr selbst schleierhaft: „Eigentlich muss ich das Spiel 1:6, 1:6 verlieren“, gab die Nummer zwei der DTG nach ihrem 1:6, 6:4, 7:6-Sieg zu.

In der zweiten Einzelrunde ließ eine immer besser in Form kommende Emma Laine der Italienerin Benedetta Davato beim 6:2, 6:1 überhaupt keine Chance. Die Finnin nahm ihrer Gegnerin früh die Lust und musste sich am Ende nicht mehr wirklich anstrengen.

Anke Stirken hatte da gegen Katja Höffgen schon mehr zu kämpfen, spielte aber einen richtig guten Match-Tiebreak und holte mit dem 7:5, 2:6, 7:6 den beruhigenden vierten Zähler für Blau-Weiß.

In den Entscheidungsdurchgang schaffte es auch Michaela Rütten. Hier blieb die Dinslakenerin gegen Lena Lutzeier aber chancenlos und sorgte nach dem 4:6, 7:5, 6:7 sogar für einen kleinen Eklat, als sie ihrer Gegnerin den Handschlag verweigerte. Ein Verhalten, dass nicht nur bei den Kölnerinnen für Unmut sorgte.

Die große Doppelstärke der DTG unterstrichen am späten Nachmittag dann nicht nur Laine/van Bennekom, sondern auch die Paarungen Rütten/Stirken (6:3, 7:6 gegen Lutzeier/Rothländer) und Scholten/Lena Hemker (6:7, 6:1, 7:6). „Jetzt wollen wir den zweiten Platz auch am letzten Spieltag verteidigen. Das wird aber sehr schwer“, kündigte Mannschaftsführerin Scholten an. Am Sonntag hat die DTG noch einmal Heimrecht. Mit dem Tabellendritten THC Bochum wartet dann aller Voraussicht nach ein anderes Kaliber auf Dinslaken.

Timo Kiwitz



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