Show-down in Schülp: Ahlhorn gab TVV-Damen Aufwind

Müssen noch einmal alles geben: TVV-Angreiferin Katy Hofmann (li.) und Tina Tabel.
Müssen noch einmal alles geben: TVV-Angreiferin Katy Hofmann (li.) und Tina Tabel.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dinslaken. In Wardenburg bietet sich den Voerderinnen die letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Faustball-Bundesliga. Der letzte Spieltag machte Mut.

Die Körpersprache der Voerderinnen stimmte gegen den Spitzenreiter Ahlhorner SV. Mit Einsatz und Kampf präsentierten sich die TVV-Faustballerinnen ganz anders als in der Vorwoche. Durch das 1:3 hatten die Bundesliga-Spielerinnen jedoch noch nichts gewonnen. Mut ja, aber im Saisonfinale gegen den TSV Schülp am Sonntag (11 Uhr) in Wardenburg braucht der TVV Punkte. Der Klassenerhalt ist für den Aufsteiger nur noch durch einen Sieg gegen den Mitkonkurrenten möglich. Schon im ersten Spiel gegen den SV Moslesfehn müssen die Voerderinnen alles geben, um bei Punktgleichheit mit Schülp das bessere Satzverhältnis zu haben.

Das ist die tabellarische Situation vor dem letzten Spieltag: Den Voerder Faustballerinnen fehlen zwei Punkte und zwei Sätze auf den TSV Schülp. Das abgeschlagene Team des TV GH Brettorf kann am letzten Spieltag nichts mehr ausrichten und steht als erster Absteiger fest.

Das sind die Gegner: Die Schleswig-Holsteinerinnen von Trainer Rouven Schönwandt bilden eine ähnlich junge Mannschaft wie die Voerderinnen und mussten von Beginn an um den Klassenerhalt zittern. Angreiferin Sandra Tritt ist mit 32 Jahren die älteste und seit fast 14 Jahren beim TSV aktiv. Tritt und ihre Mannschaft verließen am letzten Spieltag mit einem 3:0-Sieg gegen das Schlusslicht Brettorf die Abstiegsränge. Davor warteten die TSV-Damen sechs Spiele auf ein Erfolgserlebnis.

Der SV Moslesfehn hat mit dem Abstieg längst nichts mehr zu tun. Mit 14 Punkten belegt der SVM den fünften Platz. Im Hinspiel konnten die TVV-Damen noch auf 1:2 verkürzen, der vierte Satz ging aber an Moslesfehn.

Das ist das Gefühl der Voerderinnen: Das kampfbetonte 1:3 gegen den Spitzenreiter Ahlhorner SV tat gut. „Wir sind gut drauf“, sagt Spielführerin Tara Mittelmeyer. „Das Spiel gegen Ahlhorn hat uns Mut gemacht.“

Das Mannschaftsklima um Angreiferin Katy Hofmann sei unter der Woche gut gewesen, auch wenn Nina Zydeck und Mona Tabel erneut signalisierten, dass sie für das Wochenende ausfallen. Gemischt wurde die wachsende Zuversicht mit der Anspannung vor dem Saison-Finale: „Da zählt jeder Satz und jeder Ball.“ Dass der Show-down in Wardenburg ausgetragen wird, ist den Voerderinnen nicht unrecht. Vor heimischen Publikum wäre der Druck größer.

Vor Schülp müssen sich die Voerderinnen trotz der 1:3-Hinspielpleite nicht verstecken, sagt Mittelmeyer: „Schülp ist auf jeden Fall schlagbar.“