Schwacher Start hängt RWS Lohberg noch nach

Mahmut Tas hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Mahmut Tas hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Foto: Peggy Mendel
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Aufsteiger gibt sich mit Platz vier noch nicht zufrieden. Drei Neuzugänge sollen kommen

Als Aufsteiger zur Winterpause auf dem vierten Rang zu stehen – worüber sich viele andere freuen würden, ist für Mahmut Tas, Trainer des Fußball-A-Ligisten RWS Lohberg, zu wenig. „Wir hatten uns mehr erhofft, sind insgesamt sehr schlecht in die Saison gekommen. Die letzten Spiele waren dann sehr gut“, so Tas. Das alles zeigt wieder einmal: RWS Lohberg war und ist kein normaler Aufsteiger und hat andere Ansprüche.

Der Saisonstart lief nicht gut: Das 0:5 am dritten Spieltag beim VfB Lohberg war sicherlich ein besonderer Schock für Selimiyespor. „Natürlich tat das besonders weh und hat uns verunsichert. Es waren einfach Kleinigkeiten, die gefehlt haben. Diese kleinen Schrauben haben wir erst später erkannt und umgestellt. Dadurch haben wir viele Zähler unnötig liegen gelassen“, so Tas weiter.

Doch auch abseits des Sportlichen hat RWS in der Hinrunde nicht immer eine glückliche Figur abgegeben: Nach dem Spiel in Wehofen waren Lohberger Zuschauer in Tumulte verwickelt, Trainer Tas bekam einen metallischen Gegenstand an den Kopf. Die Partie beim SuS 09 Dinslaken wurde nach einer rassistischen Beleidigung von Ugur-Deniz Aydin abgebrochen. Aydin wurde für drei Monate gesperrt, die Partie wurde gegen die Lohberger gewertet. „Wir haben gegen die Wertung Einspruch eingelegt. Zur Not gehen wir damit bis in die höchste Instanz“ gibt sich Tas kämpferisch. Auch hier müssen die Rot-Weißen in jedem Fall an sich arbeiten, um größeren Erfolg zu haben.

Auch für die Rückrunde hat Tas einiges vor: „Wir können und müssen viel mehr investieren und müssen uns perfekt vorbereiten auf die Rückserie. Denn wir können uns keinen Ausrutscher mehr erlauben, wollen wir noch oben drankommen. Wir müssen von Anfang an Gas geben.“ Auch in Sachen Neuzugängen soll sich etwas tun bei Selimiyespor. Drei neue Spieler sind bereits fix verpflichtet, Namen will Tas jedoch noch nicht nennen.

Keine guten Bedingungen

Das mit der Winter-Vorbereitung ist allerdings immer so eine Sache bei RWS. Denn die eigene Platzanlage bietet keine guten Möglichkeiten zum Trainieren. Erneute Gespräche, die Anlage des VfB Lohberg mitzunutzen, sind gescheitert. Für Tas ein Unding, auch von Seiten der Stadt Dinslaken: „Warum nicht entschieden wird, dass wir die Anlage mitnutzen, weiß, glaube ich, keiner so genau.“ Als Beispiel nennt Tas Yesilyurt Möllen, die nun die Anlage von Glückauf Möllen mitnutzen. „Das müsste in Dinslaken ja eigentlich auch möglich sein“, meint Tas.

Entscheidend werden für RWS die ersten beiden Spiele im neuen Jahr sein. Da geht es nämlich gegen die direkte Konkurrenz: Das Nachholspiel in Voerde und die Partie gegen den Lokalrivalen VfB Lohberg. Hier muss Selimiyespor sechs Punkte holen, soll am Ende der Spielzeit wirklich noch der Durchmarsch in die Bezirksliga erfolgen.