Schütze aus Leidenschaft

Sportpreis des Monats für Markus Skiba vom BSV Friedrichsfeld.
Sportpreis des Monats für Markus Skiba vom BSV Friedrichsfeld.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Michael Skiba vom BSV Friedrichsfeld erhielt den 200. Sportpreis der Stadt Voerde.

Voerde..  In voller Schützenmontur und mit einem breiten Grinsen überreichte Georg Schneider, Präsident des BSV Friedrichsfeld, Markus Skiba den Scheck über 500 Euro. „Stellvertretend für den Verein bin ich wirklich stolz darauf, Dir den Voerder Sportpreis überreichen zu dürfen“, sagte Schneider.

Für Skiba, der nun Träger des Sportpreises im Juni 2015 ist, war es die erste Auszeichnung dieser Art. Sein Präsident glaubt aber, dass es nicht die letzte sein wird: „Jetzt bist du erstmal ein Jahr für den Sportpreis gesperrt. Aber bei der guten Leistung, die du auch in diesem Jahr wieder erzielt hast, kannst du das Auswahlgremium ja vielleicht im nächsten Jahr erneut überzeugen.“ Auch für den Stadtsportverband war es ein besonderer Tag, denn mit der Auszeichnung Skibas wurde zum 200. Mal der Sportpreis vergeben.

Skiba ist bereits seit 33 Jahren Sportschütze. „Meine Eltern haben mich zu dem Sport gebracht, die waren damals auch im Verein beim BSV Aldenrade-Fahrn, und da ist man als Kind immer mitgegangen, hat geguckt und dann selbst irgendwann angefangen, mit dem Luftgewehr zu schießen“, erklärt der 48-Jährige.

Zusammenarbeit mit Frank Klein

Beim BSV Friedrichsfeld schießt Skiba seit 2010. „ Bis dato war ich beim BSV Aldenrade-Fahrn. Der Grund für den Wechsel war vor allem, dass ich gerne mal von einem Trainer betreut werden wollte. Beim BSV Aldenrade-Fahrn habe ich mir das Schießen selbst beigebracht“, begründet der Sportpreisträger seinen Wechsel. Mit Frank Klein fand Skiba beim BSV Friedrichsfeld den geeigneten Trainer. „Frank Klein sieht Sachen, denen man sich als Schütze teilweise gar nicht bewusst ist, und man hat so die Chance, seine Leistungen noch einmal zu steigern“, sagt der Walsumer.

Das Training am Schießstand mit Trainer Klein trug im Jahr 2014 Früchte für Skiba. Bei den Deutschen Meisterschaften holte er in seiner Altersklasse die Vizemeisterschaft mit dem Luftgewehr mit 391 von möglichen 400 Ringen und beim Kleinkaliber dreimal 20 Schuss den dritten Platz mit 570 von möglichen 600 Ringen. „Beim Luftgewehrschießen war es richtig knapp, hätte ich einmal mehr getroffen, hätte ich ganz oben auf dem Treppchen gestanden. Warum ich da verfehlt habe, weiß ich bis heute nicht. Nervös war ich auf jeden Fall nicht, da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, dass ich mit um die Meisterschaft schieße“, meint Skiba.

An der Schießsportanlage in Friedrichsfeld trainiert der Sportschütze zweimal die Woche zweieinhalb Stunden lang. Einmal die Woche besucht Skiba zusätzlich das Leistungszentrum in Brünen. Neben der Mitgliedschaft beim BSV Friedrichsfeld ist Skiba mit der Luftpistole beim Essener Schützenverein vertreten. „Mit der Luftpistole schieße ich auch gerne und habe auch schon sportliche Erfolge gefeiert, die wahre Leidenschaft ist und bleibt für mich aber das Gewehr“, sagt der Elektroniker.

Bei den rund 25 bis 30 Turnieren im Jahr wird der Sportler auch oft von seiner Frau Anke begleitet. „Bei den Deutschen Meisterschaften in München-Garching wohnen wir immer in einem Hotel und gehen zwischen den Wettkämpfen auch gerne mal wandern“, erklärt Skiba. „Das große Ziel wäre, einmal in einer Disziplin die Deutschen Meisterschaften zu gewinnen, beim letzten Mal war ich ja knapp davor“, meint Skiba. Vielleicht gelingt es ihm ja in diesem Jahr. Bei den Landesmeisterschaften hat er sich bereits schon wieder in vier Disziplinen für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert.