Schnura fordert Ausschluss von Selimiyespor
01.05.2007 | 17:13 Uhr 2007-05-01T17:13:23+0200FUSSBALL. Dinslakens Stadtsportverbandsvorsitzender ist enttäuscht und wütend.
Dieter Schnura, Vorsitzender des Dinslakener Stadtsportverbandes, ist enttäuscht und wütend. Beim Meisterschaftsspiel der Fußball-Kreisliga A am Sonntag zwischen RWS Lohberg und Hamborn 07 II war es zum Spielabbruch gekommen. Und damit steht der türkische Verein Selimiyespor nach mehreren Vorkommnissen in der Vergangenheit erneut im Blickpunkt. Für Dieter Schnura ist damit das Ende der Fahnenstange erreicht. "Ich werde beantragen, RWS Lohberg aus dem Stadtverband auszuschließen. Damit wären für den Verein sämtliche Fördergelder gestrichen."
Schnura kann sich noch gut an die Zusammenkunft im Dezember in der Teestube der Diyanet-Moschee erinnern. Damals versprachen die Verantwortlichen von RWS nach den Vorfällen beim Kreisliga-B-Spiel in Voerde Besserung. Allen Beteiligten war klar, dass ein weiterer sportlicher Eklat das Aus für RWS Lohberg bedeuten könnte.
Der Dinslakener Stadtsportverbandsvorsitzende und Geschäftsführer des TV Jahn Hiesfeld hatte während des Landesligaspiels gegen Klosterhardt 30 Minuten vor Spielende seinem Vorsitzenden Dietrich Hülsemann erzählt, dass sich RWS auf der Hiesfelder Anlage gut integriert hat. Nach der Fertigstellung des Kunstrasenplatzes im Gustav-Heinemann-Schulzentrum trainieren und spielen die Lohberger bekanntlich auf dem Ascheplatz an der Dorfstraße.
Doch dann der erneute Rückfall: Zeitgleich während des Landesligaspiels fuhren einige Meter weiter die Polizeiautos vor. "Ich habe gedacht, auf dem Tennisplatz wäre jemand umgekippt oder ein Reiter vom Pferd gefallen", so Schnura. An eine Eskalation beim Spiel von RWS habe er nicht gedacht. "Ich war elf Jahre Fußballobmann. So etwas kenne ich nicht", sagt Schnura.
Offiziell meldete der Fußballkreis gestern, dass nach einer roten Karte gegen Lohberg Schiedsrichter Murat Gözalan (DJK Wanheimerort) zunächst von einem Lohberger Spieler, so sein Sonderbericht, zu Boden gestoßen und dann am Boden liegend von mindestens drei erkannten Lohberger Spielern getreten und geschlagen wurde.
Logische Konsequenz: Die Mannschaft von RWS wurde bis zur Verhandlung vor der Kreis-Spruchkammer sowohl im Pokal als auch in der Meisterschaft aus dem Verkehr gezogen. "Diesmal droht Lohberg wohl eine saftige Strafe, nachdem die Devise ,Fair geht vor' im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten wurde", so Manfred Althaus, der an einen schnellen Termin für diese Spruchkammersitzung glaubt.
Inzwischen denken auch die Schiedsrichter über mögliche Konsequenzen nach. Einige von ihnen lehnen es ab, weiterhin Spiele von RWS zu leiten, und insgesamt wird, so Obmann Gerd Hennig, laut darüber nachgedacht, zumindest die Lohberger Spiele vorerst nicht mehr zu besetzen.
Aufgrund der Sperre fällt somit auch das für Donnerstag terminierte Pokalspiel der 5. Pokalrunde auf Kreisebene gegen den Landesligisten Galatasaray Mülheim aus.
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