SC Wacker entschied Derby klar für sich

Der Trainer des SC Wacker Dinslaken resümierte nach dem Erfolg nüchtern: „Die Punkte sind das Wichtigste“, sagte Dominic Herzog. „Alles andere ist egal.“ Die Dinslakener gewannen im Fußball-Kreisliga-A-Derby mit 3:1 (1:0) gegen den TV Jahn Hiesfeld II.

An Motivation mangelte es keiner Mannschaft, für beide Teams war die Begegnung ein Sechs-Punkte-Spiel. Es dauerte aber nicht lange, da zeichnete sich bereits die Überlegenheit der Wackeraner ab. Schon nach einer Viertelstunde gingen sie nach einem schönen Zusammenspiel mit Andre Janoczek durch Dennis Quint verdient in Führung. Beirren ließen sich die Gäste durch den frühen Gegentreffer aber nicht. Auch Trainer Peter Haas motivierte von der Seitenlinie immer wieder.

Kurz vor Ende des ersten Durchgangs dann der Schock für Wacker: Alexander Scholl sah nach einer Notbremse glatt Rot (40.) – dem SC Wacker stand eine komplette Halbzeit in Unterzahl bevor. Trainer Herzog ließ sich davon nicht beeindrucken: „Wir haben dann einfach zur Halbzeit umgestellt und fertig. Mal ganz davon abgesehen, dass es eine klare Fehlenscheidung war.“

Im den zweiten 45 Minuten ging es dann gröber zur Sache, der Ton auf dem Platz wurde zunehmend rauer. Besonders merklich war der fehlende Mann bei Wacker tatsächlich nicht, dennoch wusste die Hiesfelder Reserve vorerst ihre Vorteile daraus zu ziehen und erkannte kleinere Lücken. Sefa Sarica traf nach einem überraschenden Alleingang beinahe zum Ausgleich, Wackers Keeper aber parierte. Die Überzahl hielt sehr zum Leidtragen der Gäste nicht lange an, Luca Brecevac sah nach einer Tätlichkeit an Dennis Quint ebenfalls glatt Rot (70.). Statt die Köpfe hängen zu lassen, folgte aber direkt der Ausgleich für Hiesfeld durch Lukas Kratzer. Offensichtlich verunsicherte der Treffer die Gastgeber, das sah auch Haas so: „Wenn wir mal nur nach der zweiten Halbzeit gehen, hätten wir gewinnen müssen. Da war unsere Chancenverwertung aber gleich Null.“ Was auch sein Hauptärgernis war, denn mit der sonstigen Leistung seiner Elf war der Coach zufrieden.

Trotz des zwischenzeitlichen Schwimmens auf Wackeraner Seite waren sie von einem leistungsmäßigen Einbruch weit entfernt. Pascal Globisch traf zur erneuten Führung (82), die Teamkollege Hasip Özer wenig später ausbaute (85.). Der Jubel beim 3:1-Endstand hielt sich mehr als in Grenzen, für die meisten war das Spiel wohl schon gelaufen.

Für Haas heißt es in den kommenden Spielen nun alles oder nichts: „Jedes der letzten Spiele wird ein Sechs-Punkte-Spiel.“

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