RWS untermauert Ambitionen

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Voerde/Dinslaken.

Nach der Ankündigung von Trainer Mahmut Tas, die Nachholpartie der Fußball-Kreisliga A gewinnen zu müssen, um weiter im Aufstiegsrennen vertreten zu sein, setzten die Kicker von RWS Lohberg diese Vorgabe gemäß den Anweisungen um: Nach dem 2:0 (2:0) gegen den TV Voerde ist die Hoffnung auf den Aufstieg in die Bezirksliga sicherlich größer als vor der Partie. Die entscheidenden Nadelstiche in einer höhepunktarmen Partie setzte Selimiyespor dabei in der ersten Hälfte. Die Voerder hingegen enttäuschten auf ganzer Linie und fanden selbst keine Erklärungen für ihren mut- und ideenlosen Auftritt.

Dabei war RWS zwar von Beginn an die bessere Mannschaft, jedoch schien die Mannschaft von Co-Trainer Murat Karakas, der den im Winterurlaub weilenden Mahmut Tas an der Seitenlinie vertrat, sicher noch nicht so gefestigt wie sich das Trainerteam das vorstellt. „Die erste Halbzeit war einfach entscheidend. Wir wollten unser Spiel durchziehen und haben das von der ersten Minute an gezeigt“, freute sich Karakas über die „Big Points“.

Die erste gute Gelegenheit der Partie hatte RWS in der 16. Minute, als Hakan Tütüncü frei vor TVV-Keeper Kevin Fischer auftauchte, diesen aus kurzer Distanz jedoch anschoss. Voerde brachte es zu keinem vernünftigen Spielaufbau, jeder Ball wurde lediglich lang rausgeschlagen. Pascal Siep, der den beruflich verhinderten Florian Peschen in der Spitze zu ersetzen versuchte, war jedoch kein geeigneter Abnehmer für diese Bälle. „Das war mit Abstand die schlechteste Leistung, seit ich hier Trainer bin. Die erste Halbzeit ging absolut gar nicht. Ich bin wirklich sprachlos“, erklärte Voerdes Trainer Torsten Klump hinterher sauer.

Nach rund einer halben Stunde, in der die Lohberger die bessere Mannschaft waren, erhöhte RWS noch einmal das Tempo, um innerhalb von drei Minuten die Partie zu entscheiden. In der 35. Minute traf Hakan Tütüncü nach einem langen Ball und einer unglücklichen Abwehr von Kevin Fischer aus spitzem Winkel. In der 38. Minute legte Lohberg durch Timur Kazkondu nach. Ein deutlich zu flacher Abstoß von Fischer kam als Boomerang zurück, und Kazkondu hatte aus kurzer Distanz keine Mühe, den Ball an Fischer vorbei ins Tor zu legen.

In der zweiten Hälfte hatte Yasin Caukul nach einer Fischer-Parade die Chance auf die endgültige Entscheidung (55.). Doch da die Voerder es nicht schafften,das Gehäuse des neuen Lohberger Keepers Donald Islami innerhalb der 90 Minuten ernsthaft zu gefährden, war dies auch nicht weiter schlimm. „Wir haben nichts anbrennen lassen, auch wenn natürlich das Feuer ein wenig aus war“, bilanzierte auch Karakas: „Für uns ist der Sieg natürlich immens wichtig, er soll der Start in eine sehr gute Rückserie werden.“

Immerhin konnte Klump der zweiten Hälfte dennoch etwas positives abgewinnen: „Da haben wir wenigstens im Ansatz strukturierten Fußball gespielt. Bei einem 0:2-Rückstand ist das allerdings natürlich viel zu spät.“ Allerdings sieht Klump das Spiel zwar als verdient verloren an, die Hoffnungen auf die Meisterschaft sind aber dennoch da. „Wir dürfen natürlich nicht noch ein zweites Mal so auftreten. Aber es ist weiterhin alles offen, und wir werden wiederkommen“, ist sich der Übungsleiter sicher: „Sicherlich wäre heute mehr drin gewesen, wenn wir richtig dagegen gehalten hätten.“