RWS fährt selbstbewusst zum Spitzenspiel

Kapitän Abdullah Barut ist nach langer Verletzungspause zurück bei RWS.
Kapitän Abdullah Barut ist nach langer Verletzungspause zurück bei RWS.
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Lohberger A-Liga-Kicker wollen am Sonntag beim Tabellenführer in Hamborn gewinnen. Nachbar VfB spielt in Bruckhausen.

Das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga A steigt am Sonntag im Hamborner Holtkamp. Die dritte Mannschaft der Sportfreunde 07 empfängt um 13 Uhr als aktueller Tabellenführer den Dritten RWS Lohberg. Rot-Weiß-Trainer Mahmut Tas sagt, was er eigentlich immer sagt, seit sein ambitioniertes Team in der Hinrunde etwas an Boden verlor: „Wir sind zum Siegen verdammt.“ Sechs Punkte trennen Selimiyespor noch vom Spitzenreiter, der hat allerdings ein Spiel mehr – zwei mehr als der Tabellenzweite VfB Lohberg – absolviert.

Trotz der ungewohnten Umstände mit früher Anstoßzeit und Kunstrasen hat Tas genug Gründe, um optimistisch ins Spiel zu gehen. Beim 4:1-Sieg im Hinspiel waren die Lohberger klar überlegen, und auch 2015 agierte RWS bislang souveräner als die „Löwen“, die zuletzt beim 3:2 über Abstiegskandidat Bruckhausen viel Glück hatten. Hinzu kommt, dass Kapitän Abdullah Barut beim 8:1 in Hertha Hamborn am letzten Sonntag nach langer Verletzungspause ein vielversprechendes Comeback gab. „Es sieht zurzeit gut aus. Ich bin zuversichtlich“, sagt der Trainer.

Wie RWS darf sich auch der punktgleiche TV Voerde keinen Ausrutscher mehr erlauben, um vielleicht doch noch ganz oben angreifen zu können. „Wir müssen Woche für Woche unsere Dreier holen“, lässt Coach Torsten Klump keinen Zweifel daran, dass Gast GWR Meiderich (Sonntag, 15 Uhr) eine absolute Pflichtaufgabe ist. Wobei es gelte, die abstiegsbedrohten Duisburger auf keinen Fall zu unterschätzen. „Wir müssen da ran gehen, als wäre es ein Spitzenspiel“, fordert Klump, der mit der zuletzt im Training und beim 1:0-Erfolg über Wacker Dinslaken gezeigten Einstellung sehr zufrieden war: „Die Jungs wissen jetzt, wo es lang geht.“ Grippewelle, berufliche Verpflichtungen und Verletzungen lassen den Übungsleiter aber noch über die Aufstellung rätseln.

Bruß sitzt seine Sperre ab

Mit einem 7:0-Kantersieg über GWR Meiderich startete Meisterschaftsanwärter VfB Lohberg erfolgreich in die Rückrunde. Trainer Thomas Grefen hat allerdings keinen Zweifel daran, dass die Aufgabe beim nächsten Kellerkind TSV Bruckhausen eine wesentlich schwierigere wird. Insbesondere wegen des schlechten Ascheplatzes der Hausherren. „Wir müssen auf jeden Fall die nötige Einstellung haben, wissen aber auch, dass wir dort über den Kampf kommen müssen“, sagt Grefen, der am Sonntag auf einen ganz wichtigen Akteur verzichten muss: Bastian Bruß handelte sich gegen Meiderich die fünfte gelbe Karte ein und ist gesperrt. Sonst sind aber alle Mann an Bord.

Der VfB absolvierte gegen GWR sein erstes Spiel im neuen Jahr, der SuS 09 hat bereits dreimal auf dem Platz gestanden – und ist noch ungeschlagen. Auf ein Remis gegen Wehofen folgten Siege über den SV Walsum und Hiesfeld II. Der neue Trainer Ingo Hermann würde daran gerne im Heimspiel gegen die SG Wacker Walsum anknüpfen. Doch die Dinslakener sind gewarnt. Erst Ende November verlor der SuS schließlich beim Team von Silvano Bedrina mit 1:2. Gerade in letzter Zeit machten die Wackeraner immer wieder mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam. „Das wird eine enge Kiste, aber wir wollen unsere Serie zu Hause auf jeden Fall fortführen“, sagt Hermann. Durch die jüngsten Erfolge hat sich 09 wieder im oberen Mittelfeld festgesetzt. Der SV Walsum ist mit vier Punkten mehr auf Platz fünf auf jeden Fall noch in Reichweite: „Ziele muss man haben. Fünfter wollen wir schon noch werden“, erklärt der Dinslakener Trainer, der aller Voraussicht nach am Sonntag die Qual der Wahl hat.

Die Leistung stimmte zuletzt beim SC Wacker, der Ertrag nicht. Nach dem 0:1 gegen Voerde müssen die Dinslakener weiter nach unten schauen. Im nächsten Heimspiel gegen Hamborn 90 soll nun unbedingt der Befreiungsschlag her. Dabei müssen die Wackeraner ihre Chancen allerdings besser nutzen, als es gegen den TVV der Fall war. Co-Trainer Dirk Wollstein, der weiterhin den verletzten Thorsten Bohnert vertritt, ist positiv gestimmt: „Wenn wir da anknüpfen, wo wir gegen Voerde aufgehört haben und dieselbe Aggressivität zeigen, dann muss es klappen.“ Bei der Mission „drei Punkte“ kann Wollstein jedenfalls aus dem Vollen schöpfen. Die letzten Grippekranken haben sich mittlerweile zurückgemeldet.

Hertha mit der Reserve

18 Tore kassierte Schlusslicht Hertha Hamborn in den letzten beiden Spielen. Am Sonntag würde der Vorletzte TV Jahn Hiesfeld II den Herthanern, die, nachdem sich die eigentliche erste Mannschaft überraschend zu Genc Osman verabschiedete, mittlerweile mit der Reserve aus der C-Liga antreten, auf heimischem Kunstrasen gerne ein paar weitere Treffer einschenken. „Veilchen“-Coach Peter Haas glaubt im Kellerduell an den ersten Dreier des Jahres, sagt aber auch: „Wir müssen den Gegner absolut ernst nehmen und Vollgas geben.“ Mut machen Haas nicht nur die gezeigten Trainingsleistungen, sondern auch die gute zweite Hälfte beim 0:1 vor Wochenfrist gegen den SuS 09: „Da haben wir ja 45 Minuten auf ein Tor gespielt.“