Podworni hob den Zeigefinger
14.02.2010 | 15:28 Uhr 2010-02-14T15:28:00+0100
Voerde. Zum ersten Mal fand die närrische Veranstaltung der Triminators im TV Voerde auf schneebedecktem Untergrund statt. Deshalb gab es vorab ein paar Tipps an die Athleten und alle kamen wieder heil aus dem Rotthauser Busch heraus. Christoph Müller siegte.
Die Startprozedur als solche verlief wie gewohnt, doch bei den einleitenden Tipps zur Verletzungsprävention hob der Triminators-Abteilungsleiter des Ausrichters TV Voerde den Zeigefinger deutlich höher als in der Vergangenheit. „Erstmalig haben wir einen Voerder Karnevalscrosslauf im Schnee, also seid bitte vorsichtig. Der Untergrund kann glatt sein, insbesondere an Stellen, die zuvor noch befahren wurden”, warnte Reiner Podworni, der anschließend von Zehn herunterzählte, mit 70 temperaturresistenten Teilnehmern ein Weile den Rotthauser Busch unsicher machte, und dessen Einschätzung der tückischen Bodenverhältnisse bei Kaffee und Kuchen, einem warmen Tee oder eben einem kühlen Pils vom Großteil der Aktiven nach der Zielüberquerung bestätigt wurde.
Hauchdünner
Vorsprung
Auch von Christoph Müller aus Dinslaken, der sich in 26:16,47 Minuten beim Fotofinish mit hauchdünnem Vorsprung gegen den neuen Voerder Stadtmeister Sascha Hubbert (26:16,69) durchgesetzt hatte. „Die Strecke war teilweise glatt und schwierig zu laufen", stellte der mehrmalige Seriensieger diverser Triminators-Veranstaltungen fest.
Dennoch wurden trotz des anspruchsvollen Geläufs bei den Voerder Vereins- und Stadtmeisterschaften keine Sekunden verschenkt. Die Unterschiede zu den Vorjahresergebnissen waren also unbedeutende. Wichtig hingegen: Stürze und Verletzungen blieben auf dem wurzeligen, unebenen und rutschigen Waldboden aus. Ein Indiz für die gute Vorbereitung der Läuferinnen und Läufer auf Crossbedingungen mit höherem Risikofaktor.
Während Volker Dorn vom Ruhrorter TV, der bereits in der M45 startet, mit dem Führungsduo nicht mithalten konnte und am Ende in 26:52,66 Minuten auf Platz drei landete, hatten Müller und Hubbert vom Start bis weit in die dritte und damit letzte Runde hinein Seite an Seite ihre Kilometer gemacht. „Dann habe ich mich ein wenig abgesetzt, er hat mich kurz vor dem Ziel noch einmal versucht einzuholen, es aber nicht mehr geschafft”, fasste der Sieger die Schlussphase zusammen und lachte: „Es hat mir heute großen Spaß gemacht."
Bei den Damen siegte Jutta Guerndt (32:24,56) vom Ausrichter mit deutlichem Abstand vor Sabine Roeser (33:45,31) von den Lauffreunden Hadi Wesel und Birgit Hesse (36:31,26) von Marathon Dinslaken, die Rang drei belegte.
Für alle Erstplatzierten gab's bei der anschließenden Siegerehrung übrigens den Voerder Imkerhonig, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut.
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