Pfosten rettet den ersten Sieg des Jahres

Stefan Hansen und seine Friedrichsfelder Damen-Reserve haben sich zumindest noch nicht aufgegeben.
Stefan Hansen und seine Friedrichsfelder Damen-Reserve haben sich zumindest noch nicht aufgegeben.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde. Jahn-Damen schlagen Lintfort mit 23:22. Bruckhausen nach der Pause souverän. Auch der MTV gewinnr sicher. 08/29 zieht sich ordentlich aus der Affäre.

Auf dem Weg zum Aufstieg haben sich die Bruckhausener Landesliga-Handballerinnen einer weiteren Pflichtaufgabe souverän entledigt. Ohne zu glänzen setzte sich der TVB mit 22:14 (10:7) gegen die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen durch. In einer sehr hektischen ersten Hälfte fand der Spitzenreiter noch nicht ins Spiel, nach dem Wechsel wurde es aber besser und die „Bruckis“ setzten sich schnell vorentscheidend ab. Sandra Vaubel war im Tor der gewohnt starke Rückhalt. Auf dem Feld überzeugte neben Fenja Schreiber-Tiedtke auch die gesundheitlich angeschlagene Daniela Schneider mit sieben Toren.

TVB: Schneider (7), Schreiner (4), Schreiber-Tiedtke, Pfeiffer (je 3), Schulz, Plett (je 2), Celik (1).

Der MTV Rheinwacht kann langsam aufatmen. Mit dem 25:21 (14:9)-Erfolg über den Uedemer TuS verschafften sich die Dinslakenerinnen weitere Luft im Abstiegskampf. Trainerin Angela Maas war glücklich: „Die Mannschaft hat sehr gut gespielt. Wir waren nie in Gefahr.“ Zwischenzeitlich lag der MTV schon mit neun Treffern vorne, da machte dann auch eine schwächere Phase Mitte der zweiten Hälfte nichts mehr. Weil die Trainerin kurzfristig einige Ausfälle verkraften musste, sprangen Melanie Mittelsdorf und Miriam Gerau ein. Maas: „Super, dass sich die beiden zur Verfügung gestellt haben. Das war wichtig.“

MTV: Kirstein (10), Basfeld (4), Barton (3), Belusic, Mittelsdorf (je 2), Thiele (2/2), Overdick, Gerau (je 1).

Jürgen Voss war erleichtert: „Das ist gut für die Psyche und war einfach mal wieder nötig“, atmete der Trainer des TV Jahn nach dem hauchdünnen 23:22 (12:12)-Erfolg über den TuS Lintfort, dem ersten Sieg des Jahres, durch. In letzter Sekunde vergab Lintfort per Strafwurf den Ausgleich. Der Ball landete am Pfosten des von Melanie Graf gehüteten Kastens. Graf war für den Siebenmeter für Sarah Brammer eingewechselt worden. Mit seinen Schützlingen war Voss hinterher sehr zufrieden, mit der Leistung des Referees gar nicht: „Das waren immer wieder sehr grenzwertige Entscheidungen gegen uns. Ich habe echt gedacht, das kann doch nicht wahr sein.“

TV Jahn: Dalbram (6/5), Schulte-Euler (4), Grunow, Platt (je 3), Todte, Korbar, Schauenburg (je 2), Krüsmann (1).

Das Hinspiel hatten die Damen der SV 08/29 II mit 4:30 verloren. In Rhede machten die Friedrichsfelderinnen ihre Sache nun wesentlich besser. Das Schlusslicht war beim 15:27 (7:13) am Ende zwar trotzdem chancenlos, machte dem Tabellenzweiten HCTV das Leben aber in einigen Phasen richtig schwer. „Wir haben uns noch nicht aufgegeben“, betonte Trainer Stefan Hansen. Ein richtig starkes Spiel machte Julia Römer, die mit sieben Toren fast für die Hälfte aller „Vereinigten“-Treffer sorgte. Am Sonntag kommt es nun in Voerde-Nord zum Kellerduell gegen den Vorletzten Blau-Weiß Dingden.

08/29: Julia Römer (7), Meusch, Beckord, Voßkamp (je 2), Linda Römer, Grefer (je 1).