Osthoffs letzter Sieg mit dem SVS

Der SVS durfte noch einmal jubeln.
Der SVS durfte noch einmal jubeln.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Voerde. Auch in der letzten Bezirksliga-Partie holt Spellen gegen TuB Bocholt drei Punkte.

Es war das letzte Mal, dass Markus Osthoff wie ein Pfeil von der Trainerbank hochschoss, um seine Mannen zur Räson zu bringen. Mit dem letzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga endete auch die Trainerzeit von Osthoff. Zum Abschied schenkte der SV Spellen Osthoff noch einmal einen 4:2 (2:1)-Sieg gegen TuB Bocholt und unterstrich damit den Klassenerhalt.

Die Partie begann aber erst einmal mit einer schläfrigen Spellener Hintermannschaft, die TuB-Stürmer Michel Wesendonk den Ball förmlich in den Fuß spielte. Wesendonk hatte danach leichtes Spiel und schob den Ball an Gockel vorbei - 0:1 (2.). Spellen kam nach dem Gegentreffer nur sehr langsam in Schwung. Als die Hausherren dann aber die Gemächlichkeit abgelegt hatten, spielte Neumann den letzten Verteidiger und TuB-Torwart Christian Stevens aus und schob lässig zum 1:1 ein (36.). Sechs Minuten später erhöhte Silas Bargmann nach einem Maßfreistoß von Göhl zur Führung. Spellen hatte das Spiel nach den Toren unter Kontrolle.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb Spellen das bessere Team und spielte geschickt auf Konter. Einen dieser Konter münzte Marco Braßmann nach starker Vorarbeit von Neumann in ein Tor um - 3:1 (61.). Bocholts Gegenwehr war nach dem Treffer gebrochen und Spellen hatte leichtes Spiel.

Bocholts Michael Elsenbusch sah nach einem Foul an Marco Braßmann die gelb-rote Karte (80.). Der frisch eingewechselte Leroy Badu sorgte nach einem Solo über die linke Flanke für das 4:1. In der letzten Spielminute bekam Bocholt noch einen Elfmeter zugesprochen nach Handspiel von Lucahsen. Den Strafstoß verwandelte Marius Schmeink zum 4:2-Endstand.

Dann hieß es Abschied nehmen von Markus Osthoff, der die erste Mannschaft die vergangenen drei Jahre als Trainer betreut hatte. „Dass ich gehen werde, habe ich ja bereits früh in der Saison gesagt. Ich möchte den nächsten Schritt als Trainer machen und noch professioneller arbeiten“, erklärte der ehemalige MSV-Profi seinen Rücktritt. Wohin Osthoffs Weg geht, ist noch nicht richtig klar: „Ich befinde mich momentan in Gesprächen mit einem Landesligisten, konkreter möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht werden“, erklärte der 47-Jährige. Seine Zeit bei Spellen beschreibt Osthoff so: „ Als ich hier angefangen habe, habe ich mir sehr hohe Ziele gesteckt. Beim SV Spellen bin ich gelassener geworden. Die Jungs sind wirklich herzensgut, man kann hier super arbeiten. Der neue Trainer wird viel Spaß mit der Mannschaft haben.“