Ohne Tuncel zur heimstarken SGE

08/29-Akteur Denis Mühleweg (r.) könnte Tuncels Position übernehmen
08/29-Akteur Denis Mühleweg (r.) könnte Tuncels Position übernehmen
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde. Friedrichsfelds Offensiv-Spieler ist gesperrt. Bedburg-Hau flog unter der Woche aus dem Kreispokal. SVS will den Elan aus dem Derby mitnehmen.

Mit dem 1:0 über den Bezirksliga-Abstiegskandidaten Viktoria Winnekendonk hatten sich die Fußballer der SV 08/29 Friedrichsfeld die Tabellenführung zurückerobert. Anlass zum Feiern gab das wohl kaum, denn zum einen hat der Verfolger SV Hönnepel/Niedermörmter II ein Spiel weniger absolviert, zum anderen hatte der Auftritt in Winnekendonk einen geringen Erinnerungswert. „Nicht gerade das Gelbe vom Ei“, befand Trainer Mark Lanfermann zwei Tage später und fordert deshalb vor dem Sonntagsspiel (15 Uhr) bei der SGE Bedburg-Hau: „Wir müssen wieder zu unserer Leistung finden.“

Lanfermann: „Wir müssen wieder eine Schüppe drauflegen. Das Spiel nach vorne muss mehr von der Hand gehen.“ Offensivaktionen werden meist von Eray Tuncel gesteuert. Der Ex-Oberliga-Spieler wird am Sonntag aber nichts einfädeln: Tuncel sah gegen Winnekendonk die gelb-rote Karte. „Eray wird uns bitter fehlen im Offensivspiel“, sagt Lanfermann. Denis Mühleweg könnte die freigewordene Stelle einnehmen.

Die SGE von Spielertrainer Sebastian Kaul kassierte auf ihrem schmalen Kunstrasenplatz erst zwei Niederlagen. Der Spielort schmeckt Lanfermann nicht: „Wir lieben Platz und Weiträumigkeit.“ So wie im Hinspiel beim glatten 3:0.

Die SGE hat sich still-vergnügt auf den vierten Rang geschoben. Der Testlauf vor dem Vergleich mit den Friedrichsfeldern misslang: Mit einer 0:5-Pleite flog Kauls Mannschaft am Mittwoch gegen den Bezirksligisten TSV Wachtendonk/Wankum im Viertelfinale aus dem Kreispokal.

Aus der über 70 Minuten langen Überzahl konnte der SV Spellen im Derby gegen die SV 08/29 Friedrichsfeld kein Kapital schlagen. Einen Punkt nahm der abstiegsbedrohte Bezirksligist beim 1:1 aber mit. Ein Punkt, das wäre im Heimspiel gegen den SV Bislich zu wenig, sagt Co-Trainer Thomas Lucahsen.

„Mit einem Punkt wären wir nicht zufrieden. Wir wollen das Spiel gewinnen“, erklärt Lucahsen klipp und klar. Die Partie gegen den Tabellenneunten sei für die Spellener „ein Sechs-Punkte-Spiel.“

Lucahsen hofft, dass die Mannschaft den Elan aus dem Derby mitnimmt. Einsatz, Motivation und Kampfgeist stimmten optimistisch, die Abwehr hielt ordentlich dagegen. „Nach vorne fehlte uns ein bisschen die Passgenauigkeit“, hatte Lucahsen einzig zu bemängeln.

Lediglich auf den rot-gesperrten Sebastian Pöss muss der SVS am Sonntag verzichten. Im Hinspiel mussten die Spellener in der dritten Minute der Nachspielzeit den 3:3-Ausgleichstreffer hinnehmen.