Nickerchen verboten

Dennis Hecht (l.) steht nach seiner Gelbsperre wieder im Hiesfelder Kader.
Dennis Hecht (l.) steht nach seiner Gelbsperre wieder im Hiesfelder Kader.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Trotz sieben Punkten aus den letzten drei Spielen leisteten sich die Oberliga-Fußballer des TV Jahn, laut Trainer Jörg Vollack, „Phasen, in denen wir pennen.“ Gegen Bocholt darf das nicht passieren.

Nach der deftigen 0:5-Schlappe Mitte März in Wuppertal hatte Jörg Vollack eine deutliche Reaktion von seinen Fußballern gefordert. Was sein Hiesfelder Oberligist in den darauffolgenden drei Partien dann zeigte, sollte dem Trainer durchaus gefallen haben. Die Siege über Oberhausen und Hilden wurden eingerahmt vom 1:1 gegen Ratingen, bei dem die „Veilchen“ die sicherlich stärkste Leistung der jüngeren Vergangenheit zeigten. Einen positiven Trend will Vollack trotzdem noch nicht ausmachen. Aber „ordentlich“ seien die letzten Auftritte des TV Jahn schon gewesen. Im Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den starken Aufsteiger 1. FC Bocholt ist vielleicht noch ein wenig mehr nötig als „ordentlich“, um in der Erfolgsspur zu bleiben.

Die Qual der Wahl

„Im Hinspiel waren wir chancenlos“, erinnert sich der Jahn-Übungsleiter an das 1:3 am Hünting, „Bocholt ist individuell und auch mannschaftlich sehr stark. Auch zuletzt hat es bei uns immer wieder Phasen gegeben, in denen wir pennen. Das darf uns am Sonntag sicher nicht passieren.“

Personell sieht es derzeit gut aus im Mühlendorf. Nur die langzeitverletzten Kevin Menke und Thomas Pütters stehen Vollack gegen Bocholt nicht zur Verfügung. Ansonsten hat der Trainer die Qual der Wahl. Auch Dennis Hecht steht nach seiner Gelb-Sperre wieder zur Verfügung. Eine Rückkehr zur Offensivformation, die gegen Ratingen überzeugte, wäre also durchaus denkbar. Soufian Rami müsste dann allerdings erst einmal wieder auf der Bank Platz nehmen. Dabei gelang dem 23-jährigen Deutsch-Marrokaner mit dem 3:0 in Hilden in der Schlussphase ein feiner Treffer, der nach durchwachsenen Monaten möglicherweise auch befreiende Wirkung gehabt haben könnte.

Aber nicht nur die Hiesfelder Aufstellung ist noch ein kleines Rätsel. Ebenfalls noch nicht klar ist, ob im Stadion auf Naturrasen oder oben auf dem Kunstrasen gekickt wird. Vollack will sich bei der Entscheidungsfindung heraushalten und die Erkenntnisse der Platzkommission abwarten.

Sicher ist: Der Rasen befindet sich immer noch nicht in einem vernünftigen Zustand. Besser Fußball spielen kann man derzeit wohl definitiv auf dem Kunstrasen. Und auf diesem Belag haben die Hiesfelder schließlich auch ihre letzten sieben Zähler geholt.