„Nicht gekommen, um abzusteigen“

Am kommenden Sonntag (15 Uhr) beginnt für den Fußball-Oberligisten VfB Homberg die Aufholjagd mit dem Auswärtsspiel in Velbert. Die Bergischen sind Tabellenzweiter, der VfB ist Letzter und wird nach einer Reihe von Testspiel-Niederlagen nicht gerade mit breiter Brust durch die Bustür schreiten.

„Wenn wir bei diesem guten Auftaktgegner etwas holen, dann kann das für uns ein positives Signal sein“, zeigt sich Winter-Neuzugang Sebastian Schweers trotz der 1:3-Pleite bei der Generalprobe gegen Westfalen-Oberligist Westfalia Herne kämpferisch. Schweers misst den Ergebnis-Rückschlägen aus dem Januar und Februar nur wenig Bedeutung bei. „Ich habe schon viele Vorbereitungen mitgemacht. Da gab es auch eine Phase, in der ich mit meinem damaligen Team alle Tests gewonnen hatte, dann aber trotzdem mit Niederlagen in die Meisterschaft gestartet bin. Fakt ist: Wir sind fit. Und nächstes Wochenende zählt es.“

Sebastian Schweers, der hauptberuflich in der Personalabteilung eines Duisburger Kreditinstituts arbeitet, soll beim VfB Homberg die Offensive ankurbeln. Als hängende Spitze oder etwas weiter zurückgezogen im zentralen Mittelfeld sieht Trainer Günter Abel seinen Neuzugang. „Schon in den ersten Einheiten konnte man erkennen, dass die Aktionen von Sebastian Hand und Fuß haben“, so Abel.

Schweers hat seit Mai 2014, als er mit den Sportfreunden Baumberg 5:3 in Ratingen gewann, kein Meisterschaftsspiel mehr bestritten. „In den letzten Monaten habe ich trotzdem etwas getan. Natürlich ist es etwas anderes, wenn du mit einer Mannschaft trainierst. Ehrlich gesagt dachte ich, dass ich schon etwas weiter bin. Es ist schon viel Arbeit, wieder auf das gewünschte Level zu kommen“, sagt der 27-Jährige. Natürlich war die intensive Vorbereitung am Rheindeich auch von einigen Schmerzen begleitet.

Schweers nimmt diesen Umstand allerdings mit Humor: „Ab einem gewissen Alter ist es doch normal, dass es weh tut. Wenn es nirgendwo zwicken würde, dann hätte man in den Trainingswochen etwas falsch gemacht.“

Hohe Erwartungen

Auf Sebastian Schweers, der für Baumberg sechs Tore in 27 Partien erzielte und zuvor für TuRU Düsseldorf neun Treffer in 35 Begegnungen beisteuerte, ruhen beim VfB Homberg viele Erwartungen. Damit geht der Offensivmann relativ gelassen um. „Ab einem gewissen Alter hast du die nötige Ruhe“, sagt er, „ich bin nicht nach Homberg gekommen, um abzusteigen. Mein Anspruch ist es, hier etwas zu reißen. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass wir den Klassenerhalt packen.“