MTV machte fast alles richtig

Geburtstagskind Sebastian Brandscheid (rechts) hatte leichte Anlaufschwierigkeiten, machte dann aber noch vier schöne Treffer.
Geburtstagskind Sebastian Brandscheid (rechts) hatte leichte Anlaufschwierigkeiten, machte dann aber noch vier schöne Treffer.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Dinslakener Handball-Oberligist zeigte beim 34:25 gegen Düsseldorf eine souveräne Vorstellung.

Wenn die Handballer des MTV Rheinwacht zu ihren Heimspielen in der Douvermannhalle einlaufen, geht der Kapitän natürlich voran. Das war auch gestern vor der Partie gegen ART Düsseldorf nicht anders. Nur: Diesmal kam niemand hinterher. Etwas überrascht blickte Sebastian Brandscheid zurück, winkte dann aber aus dem Mittelkreis freundlich in Richtung Tribüne. Seine Mannschaftskameraden hatten sich zum 26. Geburtstag ihres Linksaußen einen kleinen Scherz erlaubt. Gut lachen hatten die Dinslakener dann auch noch nach der Schlusssirene. Mit dem souveränen 34:25 (14:10)-Erfolg über den Oberliga-Siebten machte der Oberligist einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt.

„Im Gegensatz zu den letzten drei Spielen waren wir heute einfach von Beginn an konzentriert. Das war der Schlüssel“, resümierte ein mehr als zufriedener Marius Timofte hinterher. Tatsächlich hatte der MTV-Spielertrainer diesmal nur ganz wenig zu meckern. Nach einer frühen 3:0 (2.)-Führung gab sein Team zwar gegen die offensive Abwehr der Landeshauptstädter noch ein paar Bälle leichtfertig aus der Hand, so dass der Gegner die Begegnung bis zum 8:8 (17.) offen halten konnte, aber dann machten die Hausherren wirklich kaum noch etwas falsch. Die defensive 6:0-Deckung ließ den Düsseldorfer Kreisläufern so gut wie keinen Raum mehr. Falls doch mal ein Gästespieler durch kam, war der überragende Aaron Mertineit im Tor zur Stelle. Die ART-Versuche aus der zweiten Reihe landeten entweder im aufmerksamen Block oder wurden ebenfalls Mertineits Beute. So kam Rheinwacht zu zahlreichen Tempogegenstößen, die meist der treffsichere Rechtsaußen Lars Jankowski verwertete.

Musste der MTV dann doch einmal aus dem gebundenen Angriff heraus agieren, fanden die Dinslakener mit geduldigem Spiel immer wieder Lösungen gegen die wechselnden Abwehrformationen des Kontrahenten.

5:0-Lauf nach Wiederbeginn

Mit einem 5:0-Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte ließ Rheinwacht den Düsseldorfer Coach Khalid Khan, dessen Team im neuen Jahr noch keine Punkte abgegeben hatte, endgültig verzweifeln. Die frühe Auszeit, die Khan beim Stand von 19:10 (37.) nahm, brachte die Düsseldorfer aber nicht mehr wirklich in die Spur. Näher als auf sieben Tore kam der ART nicht mehr heran. Der MTV konnte in der Folge noch alle Akteure zum Einsatz bringen, ohne dass der Spielfluss darunter litt.

MTV: Mertineit, Kalveram; Timofte (5/3), Brandscheid (4), Willam (2), Schwengers (1), Staub (4), Jankowski (9), Höffner (4), Körner (4), Tomke, Scholten (1).