MTV ließ viel zu viel liegen

MTV-Kreisläufer Eric Schwengers beim Wurf.
MTV-Kreisläufer Eric Schwengers beim Wurf.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. Gegen eine verstärkte Tusem-Reserve vergab der Handball-Oberligist deutlich zu viele Chancen.

Sieben Strafwürfe bekamen die Handballer des MTV Rheinwacht in der Oberliga-Partie gegen die Reserve von Tusem Essen II zugesprochen. Nur zwei davon konnten Marius Timofte und Florian Körner im gegnerischen Gehäuse unterbringen. Ihre Mannschaftskameraden machten es aus dem Spiel heraus häufig auch nicht besser, vergaben viele freie Würfe. Gegen einen Kontrahenten, der sich mit gleich fünf Akteuren aus der zweiten Liga verstärkt hatte, standen die Dinslakener vor allem auf Grund der miserablen Chancenverwertung auf verlorenem Posten. Mit 26:34 (12:19) mussten sich die Gastgeber geschlagen geben.

„Dass wir die Siebenmeter und die Tempogegenstöße nicht reingemacht haben, war unser größtes Problem“, urteilte Spielertrainer Timofte dann auch hinterher. Hinzu kamen einige völlig unnötige Ballverluste, die Essen ganz konsequent mit Tempogegenstoßtreffern bestrafte. Schon nach knapp drei Minuten lagen die Gäste so bereits mit 3:0 vorne, gaben die Führung in der Folge nicht mehr ab und bauten sie ab Mitte der ersten Hälfte sogar stetig aus.

Nach dem Wechsel versuchte der MTV noch einmal alles und konnte den Rückstand auch etwas verkürzen, doch zu einer eine echten Aufholjagd kam es gerade wegen der vielen vergebenen Möglichkeiten nicht mehr. Da nutzte es auch nichts, dass sich der eingewechselte Dinslakener Keeper Simon Kalveram einige Male auszeichnen konnte.

Immerhin ließ sich Rheinwacht von der jungen Tusem-Truppe, für die mit den Außen Steffen Hahn und Jugend-Nationalspieler Noah Beyer auch zwei Talente aus Dinslaken aufliefen, nicht „abschießen“. Der MTV steckte bis zur Schlusssirene nicht auf und hielt das Ergebnis dank der kämpferischen Einstellung noch in einem erträglichen Rahmen.

„Der Gegner war natürlich sehr gut, aber ich muss trotzdem auf uns schauen, und da hätten wir heute wirklich einiges besser machen können. Ein Sieg oder zumindest ein Punkt wären drin gewesen“, befand Timofte.

Abstand bleibt

Positiv: Weil Konkurrent Remscheid das Kellerduell gegen Haan verlor, beträgt der Vorsprung des MTV auf den drittletzten Rang immer noch vier Zähler.

Bei der Bundesliga-Reserve des Bergischen HC wollen die Dinslakener das Polster am nächsten Samstag weiter ausbauen. Eine Chancenverwertung wie die gestrige wird sich Rheinwacht aber auch dort nicht erlauben dürfen.

MTV: Mertineit, Kalveram; Timofte (8/1), Körner (4/1), Höffner, Brandscheid (2), Schwengers, Willam (6), Scholten (1), Tomke, Jankowski (3), Staub (2).