MTV enttäuscht gegen Remscheid

Goran Djurovic konnte sich auch nur selten gegen die gute Remscheider Deckung durchsetzen.
Goran Djurovic konnte sich auch nur selten gegen die gute Remscheider Deckung durchsetzen.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. Dinslakener Oberliga-Handballer haben dem großen Kampfgeist der HG nichts entgegen zu setzen

Die Handballer des MTV Rheinwacht konnten doch eigentlich ahnen, was sie erwarten würde. Einen Gegner nämlich, der sich nach der Trennung von Trainer Heino Kirchhoff mit allen Mitteln für die Schmach der Vorwoche gegen Hiesfeld rehabilitieren und sich die kleine Chance auf den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga bewahren wollte. Die Dinslakener waren gewarnt vor der HG Remscheid, aber irgendwo in den Hinterköpfen muss sie dann doch noch gesteckt haben, die Vermutung, dass es diesmal leichter werden könnte. Schließlich hatten die Bergischen nur eine der letzten 14 Partien gewonnen, und mit Goran Djurovic stand ja auch erstmals ein vielversprechender Neuzugang im Kader der Hausherren. Doch seine Premiere verlief für den Serben dann äußerst undankbar, denn kaum einer seiner Nebenleute erreichte Normalform. Rheinwacht unterlag nicht unverdient mit 22:25 (12:12).

27 Minuten lang rangen die Dinslakener in gewohnter Formation gegen hoch motivierte und in der Deckung kräftig zupackende Gäste um Lösungen, fanden aber kaum einmal Lücken in der HG-Deckung. Als Spielertrainer Marius Timofte dann Djurovic auf die Platte schickte, keimte sofort Hoffnung auf Besserung auf, denn der lange Linkshänder traf gleich mit seinem ersten Wurf. Doch so einfach sollte es für den erfahrenen Halbrechten nicht weiter gehen. Remscheid ging Djurovic fortan offensiv an. Mit dem daraus resultierenden Raum konnte der MTV nichts anfangen. Ebenso wenig gelang es, den wurfstarken Neuzugang in Szene zu setzen.

Die Dinslakener konnten sich bei dem erneut starken Aaron Mertineit bedanken, dass es noch mit einem Remis in die Kabine ging. Neben dem Keeper überzeugte anfangs nur noch der treffsichere Rechtsaußen Daniel Staub, der die ersten vier Tore für den MTV erzielte.

Doch nach dem Wechsel war auch von Staub nicht mehr viel zu sehen. Das Unheil nahm seinen Lauf. Die Remscheider witterten mit zunehmender Spieldauer die Chance auf eine Überraschung und kämpften immer verbissener. Rheinwacht hatte dem großen Willen der HG diesmal nicht viel entgegen zu setzen und lag folgerichtig zehn Minuten vor dem Ende mit vier Toren hinten.

In der Schlussphase versuchte der Gastgeber zwar noch einmal einiges, um eine Wende herbei zu führen, doch nun hatte der MTV auch noch Pech mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung. Große Beschwerden über die Leistung der Referees blieben hinterher jedoch aus. Die Dinslakener Spieler wussten genau, dass sie sich an die eigene Nase fassen mussten.

„Der Gegner war über 60 Minuten sehr aggressiv, und die Schiedsrichter haben das nun mal geduldet. Wir hätten also selbst eine Schippe drauf legen müssen“, befand auch Timofte.

MTV: Mertineit, Kalveram; Schwengers, Brandscheid (4), Tomke, Staub (5), Timofte (3/2), Höffner (2), Scholten, Willam (4), Djurovic (3), Körner (1).