Möllen hofft jetzt auf ein gutes Los

Ertugrul Yirtik trifft zum 1:0.
Ertugrul Yirtik trifft zum 1:0.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Fußball-Bezirksligist steht nach dem 4:2-Erfolg beim SuS 09 im Niederrheinpokal. Dreimal Yirtik

Der SV Glückauf Möllen hat die letzte Hürde auf Kreisebene genommen und sich beim benachbarten A-Ligisten SuS Dinslaken 09 für den Fußball-Niederrheinpokal qualifiziert. Der favorisierte Bezirksligist setzte sich an der Voerder Straße mit 4:2 (2:1) durch und hofft nun auf ein attraktives Los. „Es war sicher kein schönes Spiel, aber wir haben unser erstes Etappenziel erreicht“, resümierte Gästetrainer Thomas Drotboom hinterher zufrieden. Das zweite, wichtigere Ziel soll so schnell wie möglich realisiert werden. „Wenn wir jetzt auch noch den Klassenerhalt schaffen, wäre das ein super Ding. Dafür geben wir alles“, blickte Drotboom schnell wieder nach vorne.

Traumstart dank Yirtik

In Dinslaken erwischten die Möllener einen Traumstart. Durch einen Doppelschlag von Ertugrul Yirtik (4./9.) hieß es schnell 2:0 für den Favoriten. Zweimal hatten die Hausherren den Ball an der Mittellinie leichtfertig vertändelt, zweimal war der Glückauf-Torjäger zur Stelle und verwandelte eiskalt.

Der SuS brauchte einige Zeit, um sich von dem Schock zu erholen, kam dann aber immer besser ins Spiel. Kurz vor dem Wechsel sorgte Andreas Siebert mit dem Anschluss für Hoffnung beim Außenseiter. Der wiederholt unsicher wirkende Tobias Wolff im Gästetor konnte einen Freistoß von Jason Grollmuss nicht festhalten, Siebert schaltete am schnellsten (43.).

Auch direkt nach dem Wechsel waren die Dinslakener am Drücker und hätten bei einer Doppelchance von Tobias Spiegel und Jens Krönung durchaus zum Ausgleich kommen können (58.). „Nach einem möglichen 2:2 hätte ich gerne gesehen, ob Möllen noch einmal geantwortet hätte. Aus meiner Sicht waren wir nach der Pause spielerisch besser, aber Möllen hat vorne mit höchstem Tempo gespielt und gut gekontert“, erklärte SuS-Coach Ingo Hermann, der seiner Mannschaft keine Vorwürfe machte: „Die Jungs haben gerackert und ordentlich Paroli geboten.“

Ein fein herausgespielter Konter, den Möllens Sejdo Jagurdzija mitten in der Dinslakener Drangphase per Kopf zum 1:3 abschloss (63.) bedeutete schließlich aber die Vorentscheidung.

„Um gute Chance gebracht“

Der starke Yirtik machte nach einer Ecke endgültig den Deckel drauf (83.). Dem eingewechselten Marcel Ehrhardt gelang kurz darauf mit dem zweiten SuS-Tor nur noch Ergebniskosmetik (85.). Dessen Trainer trauerte hinterher vor allem der verschlafenen Anfangsphase hinterher. „Da haben wir uns wirklich um eine gute Chance gebracht“, befand Hermann.