Menkes Ausfall schmerzt Hiesfeld

„Einfach mal Fußball spielen“: Soufian Rami kann das, zeigt seine Fähigkeiten aber bisher zu selten.
„Einfach mal Fußball spielen“: Soufian Rami kann das, zeigt seine Fähigkeiten aber bisher zu selten.
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Andere müssen in die Bresche springen, fordert Jahn-Coach Jörg Vollack vor der Aufgabe in Essen.

Nach dem 0:5-Debakel beim Wuppertaler SV war der Heimerfolg über die U 23 von Rot-Weiß Oberhausen für die Oberliga-Fußballer des TV Jahn wieder ein Schritt nach vorne. Aber auch beim 2:1 gegen die „Kleeblätter“ bemerkte der Hiesfelder Trainer – vor allem nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich – eine gewisse Verunsicherung bei seinen Schützlingen. Am Sonntag um 15 Uhr will Jörg Vollack bei Schwarz-Weiß Essen davon am liebsten nichts mehr sehen: „Warum diese Nervosität? Wir sind doch jenseits von Gut und Böse, sollten jetzt einfach mal Fußball spielen“, fordert der Coach.

Den Druck, den sollte eigentlich der ETB haben, der mitten im Abstiegskampf steckt. Doch die Essener, die nach finanziellen Problemen schon im Vorfeld als erster Kandidat für die rote Laterne gehandelt wurden, schlagen sich in Anbetracht der Umstände bisher richtig gut. 28 Tore hat der Tabellen-14. bisher erst kassiert. Wesentlich weniger als die direkte Konkurrenz , und auch als der TV Jahn Hiesfeld, der schon 38 Gegentore auf dem Konto hat.

Sieg im Pokal

Wie unangenehm Schwarz-Weiß zu bespielen ist, bekamen die „Veilchen“ in dieser Saison schon zweimal zu spüren. Im heimischen Stadion kam Jahn nicht über ein 0:0 hinaus. Im Achtelfinale des Niederrheinpokals setzte sich Hiesfeld am Uhlenkrug erst durch ein Tor in der Nachspielzeit von Danny Rankl hauchdünn mit 2:1 durch.

Seinen Angreifer, der damals das Weiterkommen sicherte und der aktuell wegen eines Nasenbeinbruchs mit Carbonmaske spielt, würde Vollack in Zukunft gerne „besser geschützt“ sehen: „Der Danny kriegt immer wieder richtig auf die Hölzer. Von 30 Trainingsdienstagen kann er wegen irgendwelcher Prellungen und Verletzungen vielleicht nur an fünf mitmachen.“

An Training oder Spiel ist bei Kevin Menke, der sich in der Schlussphase der Partie gegen Oberhausen den Arm brach, vorerst gar nicht mehr zu denken. Vollack rechnet kaum damit, dass der Offensivakteur, der in den letzten Monaten die meisten Impulse setzte, in dieser Saison noch einmal eingreifen wird: „Das tut uns natürlich weh. Aber jetzt will ich von den anderen Spielern unbedingt eine Reaktion sehen. Sie müssen in die Bresche springen“, sagt der Übungsleiter.

Borutzki und Melis zurück

Unter der Woche plagten sich Michael Ohnesorge, Jan Pirschel und Joel Schoof mit einer Grippe herum. Nach seinem Zehenbruch rückt dafür Yannic Melis wieder in den Kader. Dominik Borutzki hat seine Sperre wegen der fünften gelben Karte abgesessen und ist in Essen ebenfalls wieder an Bord.