Matyjaszek trauert vielen verschenkten Punkten nach

Trainer Andreas Matyjaszek im Gespräch mit seinem Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes.
Trainer Andreas Matyjaszek im Gespräch mit seinem Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes.
Foto: FUNKE Foto Services
Dinslaken. Hinserie lief in Oberlohberg auch wegen Verletzungen nicht optimal.

Die 1:2-Heimspielschlappe, die der Bezirksligist TuRa 88 Duisburg den Oberlohbergern einschenkte, war ein runder Abschluss der Hinrunde. Aber nicht im klassischen, guten Sinne. Für den SGP-Trainer Andreas Matyjaszek schloss sich damit ein Kreis, der mit dem 1:1-Remis gegen den SV Rot-Weiß Mülheim am ersten Spieltag seinen Anfangspunkt fand. Genau wie vor Weihnachten ließ der abstiegsgefährdete Dinslakener Club Zähler liegen. „Uns fehlen sieben bis acht Punkte, die wir verschenkt haben“, kritisiert Matyjaszek und setzt jetzt auf punktuelle Verstärkungen, um das rettende Ufer noch zu erreichen.

Den Klassenerhalt hält „Schuppi“ trotz der Sechs-Punkte-Differenz zu einem Nicht-Abstiegsplatz noch für möglich. „Deswegen suche ich ja nach Verstärkungen.“ Der 19 Jahre junge Mittelfeldspieler Meris Hukanociv ist der erste Neuzugang (die NRZ berichtete). Es sollen weitere folgen. Auch, um mit der Verletzungsmisere klar zu kommen, die sich wie ein roter Faden durch die Hinserie zog. Andreas Otto etwa, der mit Markus Becker eine eingespielte Innenverteidigung auf die Beine stellt, plagt sich mit Verletzungen herum. Ebenso geplagt ist Daniel Möllmann, den wiederholt Läsionen zurückwarfen. Beide wollen in der Winterpause den Anschluss schaffen, sich herantrainieren an die Mannschaft. „Sechser“ Christian Grevenbroich, der eigentlich den Part von Viktor Klejonkin übernehmen sollte, fiel zwischenzeitlich ebenso aus wie Robert Zapart. Oliver Simic hat sich von seinem Nasenbeinbruch erholt, doch auch den vier Wochen Zwangspause trauert Matyjaszek nach, denn Simic begann bärenstark, wurde zurück geworfen, traf aber jetzt wieder. Ein Sorgenfall ist aktuell Kapitän Younes Fagrach, der zwischendurch im Urlaub war und aufgrund seiner Arbeit nicht voll trainieren kann. Der Offensivspieler überrascht immer wieder mit klugen Angriffszügen, die oft zum Torerfolg führen. Fagrach ist als Angriffsmotor häufig auf sich allein gestellt, trotzdem hätte in den letzten Spielen mehr von dem Mittelfeldspieler kommen müssen.

Nicht alles war schlecht in dieser Hinserie, etwa das hart erkämpfte 4:4-Unentschieden gegen die DJK Vierlinden oder der 2:1-Auswärtssieg bei Hamborn 07. Personell gab es auch positive Erscheinungen. Enis Capri stellt sich auf der linken Außenbahn ganz in den Dienst der Mannschaft, Karsten Neumann steigerte sich in den letzten Spielen und trieb die SGP an. Neuzugang Marius Martha hatte starke Auftritte, fing mit seinen Leistungen den Ausfall des Ersatzkeepers Philipp Peitgen aufund hat mit Becker einen einsatzwilligen Abwehrchef vor sich.

Die Mannschaft bewies oft Moral, wie gegen TuRa 88 Duisburg, versäumte es aber, sich für den Einsatz zu belohnen. „Wir haben im richtigen Moment nicht die Tore geschossen“, bilanziert Matyjaszek und denkt an die bittere 1:3-Pleite bei der DJK Arminia Klosterhardt II zurück. Die Reserve ist momentan der letzte Qualifikant für den Ligaverbleib. Auch gegen den ebenfalls um den Klassenerhalt zitternden Mülheimer SV setzte es eine 1:5-Klatsche. Verlorene Punkte, die am Ende den Abstieg in die drittniedrigste Liga bedeuten können.