Matyjaszek sucht noch einen Trainer für die SGP

Andreas Matyjaszek
Andreas Matyjaszek
Foto: Jochen Emde
Was wir bereits wissen
  • Oberlohbergs sportlicher Leiter ist auf der Suche nach einem neuen Trainer
  • Marco Dybas Comeback als Coach ist möglich
  • Platz sechs bis acht bleibt Saisonziel

Dinslaken..  Nach zuvor acht sieglosen Spielen und nur zwei Punkten konnte die SGP Oberlohberg bei Eintracht Walsum mit einem 2:1 den ersehnten ersten Saisonsieg in der Fußball-Kreisliga A feiern. Zwei Stunden vor Anpfiff war allerdings der bisherige Trainer Stefan Köppen von seinem Amt zurückgetreten. Bei der Mannschaftsbesprechung teilte Köppen der Truppe seinen Entschluss mit. Kurzfristig übernahm der sportliche Leiter Andreas Matyjaszek den Job an der Seitenlinie.

„Mit dem Sieg hat sich alles sofort erledigt, bei einer Niederlage wären alle enttäuscht gewesen“, stellte Matyjaszek die Sachlage dar, dass die drei Punkte den unglücklichen Verlauf übertüncht hätten. „Stefan war zwischendurch im Urlaub und da haben wir auch nicht gewonnen“, möchte „Schuppi“ die bisherige sportliche Erfolglosigkeit nicht am Übungsleiter festmachen. Ein neuer Coach ist noch nicht gefunden. „Ali (Kaya, der Abteilungsleiter) hat zwei Kandidaten, ich habe zwei Kandidaten, vielleicht macht es auch Marco Dyba“, sagt Matyjaszek. Dyba fungierte letzte Saison schon als Spielertrainer und ist zurzeit Kapitän der Mannschaft.

„Wir hatten 14 Leute beim Training und es ist alles okay. Die Stimmung ist in Ordnung“, berichtet Matyjaszek. Die Mannschaft scheint durch den plötzlichen Rücktritt keinen größeren Knacks bekommen zu haben, muss am Sonntag beim Tabellenschlusslicht Hamborn 90 aber unbedingt nachlegen, um weiteres Selbstvertrauen zu tanken. „Ich bin kein Freund von Trainerwechseln. Es wird alles neu gemischt. Es kann gut laufen oder nicht“, scheint Matyjaszek die interne Lösung mit Dyba zu bevorzugen oder zumindest einen der SGP bekannten und vertrauten Trainer verpflichten zu wollen.

„Wir haben das Potential, oben dran zu kratzen, aber sind schlechter besetzt als die Top-Teams“, vertraut der sportliche Leiter trotz des miserablen Saisonstarts immer noch auf die Stärke der Mannschaft. Als Beispiel führt Matyjaszek die Partie gegen die Zweitvertretung des TV Jahn Hiesfeld an, die die SGP mit 1:7 verlor. Allerdings hatten die Hiesfelder zwei Spieler aus der Oberliga-Mannschaft als Unterstützung dabei, die vier Tore erzielten. „Da merkt man schon den Unterschied zwischen Oberliga und Kreisliga A“, sagt „Schuppi“. Doch auch bei den anderen Niederlagen kassierten die Oberlohberger immer mindestens drei Gegentore. Unter den Gegnern waren dabei aber auch mit dem SuS 09 Dinslaken, der zweiten Mannschaft von Hamborn 07 sowie Glückauf Möllen drei Spitzenkräfte der Liga.

In den kommenden Wochen hat es die SGP in einigen Fällen mit vermeintlich schwächeren Gegnern zu tun, die es zu schlagen gilt, um die Hinrunde einigermaßen versöhnlich abzuschließen. Denn sportlich hat Matyjaszek trotz der aktuellen Situation recht ambitionierte Ziele. „Wir haben vor der Saison gesagt, wir wollen um die Plätze sechs bis acht mitspielen, und das versuchen wir noch hinzukriegen“, sagt er mit vollem Ernst. Doch zunächst einmal geht es darum, die Abstiegszone zu verlassen – mit neuem Trainer.