Martha hielt die SGP im Spiel

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Der Fußballplatz vom strömenden Regen gefühlt überflutet. Die graue Himmeldecke jedoch nahezu überstrahlt von den Gesichtern der SGP-Kicker: Von Kopf bis Fuß durchnässt verließen die Oberlohberger Spieler den Rasenplatz an der Gärtnerstraße. Von den miesen Witterungsbedingungen unbeindruckt, hatten sie im Abstiegskampf einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Mannschaft von Trainer Andreas Matyjaszek besiegte den Tabelleneunten Meiderich 06/95 am 23. Spieltag der Bezirksliga mit 2:0 (2:0) und kletterte so um einen Platz hoch auf den 14. Rang.

„Wir haben uns heute wirklich so sehr angestrengt, als wäre das die letzte Chance“, sagte Matyjaszek, „wir haben uns drei ganz wichtige Punkte geholt.“ Auf vier Positionen musste der SGP-Coach umstellen. Sechs verletzte Akteure, deren Ausfall er kompensieren musste. Lediglich zwei Spieler und ein Torhüter verweilten noch auf der Oberlohberger Ersatzbank.

Einfach machten es die Meidericher den Hausherren nicht. Die erste halbe Stunde fand überwiegend vor dem SGP-Tor statt. Nicht selten musste Keeper Marius Martha eingreifen. Die erste Großchance der Meidericher wurde mit Glück und dem Einsatz von Talha Canim abgewehrt. Es folgten weitere heikle Situationen. Erst in der 24. Spielminute nutzte Sascha Neuland einen Fehler der Gäste zum schnellen Konter und platzierte den Ball im linken Eck zur Oberlohberger Führung.

In der 40. Minute dann die hundertprozentige Ausgleichschance der Spielvereinigung — mal wieder geklärt durch Martha. „Das war eine Situation, in der wir hätten zappelig werden können“, sagte Matyjaszek, „gut, dass wir da weiterhin die Null gehalten haben.“ Die liegen gelassenen Chancen der Duisburger bestrafte das Matyjaszek-Team mit einem weiteren Tor durch Abdulhamit Canim (44.). Auf den Punkt gebracht: die Meidericher machten Druck, doch die Treffer machte die SGP. Auch in der zweiten Halbzeit strahlten die Meidericher viel Torgefahr aus: Mal wieder verbrachten die Teams überwiegend in der Hälfte der Gastgeber. „Marius Martha hat uns im Spiel gehalten“, befand Matyjaszek.

So auch in der 75. Spielminute, als er den Elfmeter hielt, den Andreas Otto nach einem Foulspiel verursachte. Kurz vor dem Abpfiff fiel noch das vermeintliche 3:0, erneut durch Neuland (88.), doch da hatte der Schiedsrichter Abseits gesehen, daher blieb es beim 2:0. „Wir haben jetzt in der Rückrunde schon fünf Punkte mehr als in der Hinrunde geholt“, freute sich Matyjaszek.