„Maas-los“ enttäuscht

Kreisläuferin Miriam Kurz hatte es schwer gegen die Dingdener Deckung.
Kreisläuferin Miriam Kurz hatte es schwer gegen die Dingdener Deckung.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde/Hünxe. Trainerin des MTV Rheinwacht konnte sich das 12:15 ihrer Landesliga-Handballerinnen gegen Dingden nicht erklären. Auch Jahn-Trainer Voss ratlos.

So richtig erklären konnte sich Angela Maas den Auftritt ihrer Handballerinnen auch ein paar Stunden nach der Schlusssirene noch nicht. „Ich bin maßlos enttäuscht“, bekannte die Trainerin des MTV Rheinwacht. Mit 12:15 (7:11) mussten sich die Dinslakenerinnen – wie schon im Hinspiel – dem Landesliga-Vorletzten Blau-Weiß Dingden geschlagen geben. „Über die Abwehr kann ich nicht einmal groß meckern, aber vorne waren wir einfach unterirdisch. Wir haben so viele Chancen vergeben, das geht gar nicht“, sagte Maas.

In der Anfangsphase lief es noch ganz ordentlich für den MTV. Mit 3:1 lagen die Gastgeberinnen schnell vorne, doch dann übernahmen die einsatzfreudigen Dingdenerinnen das Kommando, lagen bis zum Ende durchweg in Front: „Die haben uns gezeigt, wie man kämpft“, erklärte die Dinslakener Trainerin.

MTV: Kirstein (4), Schmidtke, Belusic (je 2), Basfeld, Czeslik (je 1), Barton, Thiele (je 1/1).

Ähnlich desaströs geriet die Vorstellung des Nachbarn TV Jahn Hiesfeld beim Uedemer TuS. Nach der 13:30 (6:15)-Schlappe war auch „Veilchen“-Coach Jürgen Voss ziemlich ratlos: „Eine Erklärung dafür habe ich nicht. Wir werden uns unter der Woche in aller Ruhe zusammensetzen und das alles analysieren. Wir haben eine super Trainingsbeteiligung und alles klappt. Im Spiel haben wir dann wohl ein Brett vorm Kopf.“

In Uedem vergaben die Hiesfelderinnen nicht nur sieben von acht Siebenmetern, sondern auch noch viele weitere Großchancen. So nahm das Debakel unaufhaltsam seinen Lauf.

Jahn: Grunow (4), Schulte-Euler (3), Krüsmann (2), Platt, Körkemeyer, Schellewald (je 1), Dalbram (1/1).

Einen richtigen Prüfstein musste Ligaprimus TV Bruckhausen aus dem Weg räumen. Beim 27:23 (12:14)-Erfolg über eine gut aufgelegte Reserve des TuS Lintfort lag der Spitzenreiter sogar noch lange zurück. „Der Gegner hat richtig aufgedreht und war auch sehr gut auf uns eingestellt, aber wir haben uns nicht nervös machen lassen. Alle wollten den Sieg unbedingt“, lobte Trainer Sascha Zwanzig-Zeh. Martina Schulz ließ sich sogar von einem ausgekugelten Finger nicht daran hindern, weiter zu spielen. Starke Leistungen zeigten insbesondere die beiden Torhüterinnen Sandra Faubel und Kristina Mootz.

TVB: Schneider (8), Pfeifer (6), Schreiber-Tiedtke, Upelj (je 4), Celik (3), Plett, Schulz (je 1).

Schlusslicht SV 08/29 Friedrichsfeld II hatte viele Hoffnungen in die Partie gegen Adler Bottrop gesetzt. Am Ende schlichen die „Vereinigten“ aber wieder mit hängenden Köpfen vom Platz. Mit 16:22 (8:9) musste sich die Mannschaft von Stefan Hansen geschlagen geben. „Die Schlinge zieht sich langsam zu, und irgendwann geht uns die Luft aus. Jetzt brauchen wir fast schon ein Wunder, aber Wunder soll es ja immer wieder geben“, will Hansen die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht begraben. Gegen Bottrop habe die Leistung einfach nicht gestimmt, „obwohl wir gekämpft haben und alles aufgeboten haben, was da war“.

08/29 II: Born, Lippmann (je 5), Gülicher, Beckord, Voßkamp (je 2).