Lukas Kramp avanciert zum Matchwinner

Mit seinem vierten Treffer sorgte Christoph Enders für den Endstand. Der Kreisläufer des TV Jahn Hiesfeld hatte keinen Druck mehr, als er zu seinem letzten Wurf ansetzte. Gelaufen war die Partie schon ein paar Sekunden vorher, als die „Veilchen“ den Bergischen Panthern einmal mehr den Ball abluchsten. Mit dem 30:27 (13:17)-Auswärtserfolg bei der HSG feierten die Hiesfelder nach längerer Durststrecke schon den zweiten Sieg in Serie und zeigten dabei gerade in der zweiten Halbzeit eine richtig starke Leistung.

Mit Lukas Kramp avancierte diesmal ein Mann zum Matchwinner, mit dem kaum zu rechnen war. Der junge Torhüter aus der Landesliga-Reserve fuhr für den erkrankten Stefan Meyer mit nach Hilgen, bekam nach 23 Minuten seine Chance und nutzte diese in überragender Manier. „Er hat das Tor in der zweiten Hälfte fast vernagelt“, lobte Trainer Matthias Waclawczyk hinterher.

Vor dem Wechsel deutete noch nicht viel auf einen Gästeerfolg hin. Der TV Jahn kam nur schleppend ins Spiel, lag meist mit vier Toren hinten, ließ sich aber auch nicht vollkommen abschütteln. Die Trefferquote vorne war noch verbesserungswürdig, und dazu leisteten sich die Hiesfelder einige leichte Ballverluste.

Doch im zweiten Durchgang stellten die „Veilchen“ ihre Fehler nahezu vollständig ab. „Wir haben höchsten noch fünf Bälle verworfen“, jubelte Waclawczyk. Hinten ließ Kramp nur noch zehn Gegentore zu. Alex Zapf hatten die Gäste fast vollständig im Griff. Der wurfstarke Regisseur der HSG kam nur auf drei Feldtore.

Mit einigen gelungenen Aktionen hatte vorne auch der von seiner Gehirnerschütterung genesene Philipp Tuda großen Anteil daran, dass sich Hiesfeld in der 51. Minute beim 25:24 über die erste Führung freuen konnte. Und in der Schlussphase zeigte Maximilian Reede keine Nerven. Der Jahn-Rückraumspieler traf erst zum 28:27 und dann auch noch zum 29:27. Enders war dann nur noch der Schlusspunkt vorbehalten. „Ein sensationelles Ergebnis“, freute sich Waclawczyk anschließend.

TV Jahn: Adrian Schnier, Kramp; Schwengers (1), Cedric Schnier (1), Enders (4), Tuda (1), Bückmann (2), Busjan, Mergner (4), Reede (7), Weghaus (7/3), Schwarz (3).