"Lucky" bleibt Möllen treu
11.08.2009 | 16:55 Uhr 2009-08-11T16:55:00+0200Andre Lukas steht seit zehn Jahren zwischen den Pfosten bei Glückauf Möllen. Torhüter hat den Teamgeist immer gefördert.
Spieler kommen, Spieler gehen, Andre Lukas bleibt. Abgesehen von einem kurzen Intermezzo beim TV Jahn Hiesfeld, das aus gesundheitlichen Gründen Anfang 2003 nach einem halben Jahr sein jähes Ende fand, steht Andre Lukas seit nunmehr zehn Jahren zwischen den Pfosten von Glückauf Möllen.
Von der C-Jugend an beim MSV Duisburg aktiv, hieß die erste Seniorenstation des Keepers zunächst VfB Lohberg. Was verheißungsvoll begann, führte über die kurze Episode Weseler SV dann aber in die Kreisliga B. „Am Anfang war es schon schwer für mich", erinnert sich Lukas an die erste Zeit an der Rahmstraße und den sportlichen Rückschritt. „Die Mannschaft war viel zu gut für die Liga. Da stand ich oft 90 Minuten beschäftigungslos im Tor."
Insbesondere das Engagement von Trainer Franz Raschid ließ „Lucky" zuvor an den Ort zurückkehren, an dem er aufgewachsen war. Noch heute schwärmt er vom Motivationskünstler: „Vor wichtigen Spielen hat Raschid uns immer so richtig heiß gemacht. Das konnte keiner so gut wie er." Polzin, Ley, Aschendorff, Lentzen hießen die Stützen des aufstrebenden Clubs. Mit der Zeit kam „König" Hakan Gül und endlich der lang ersehnte Rasenplatz hinzu.
„Hier spielten vielleicht nicht immer die besten Fußballer. Stattdessen hat uns die Kameradschaft stark gemacht", lobt Andre Lukas rückblickend den Teamgeist bei Glückauf, den er bis heute als Arbeiter- und Familienclub versteht.
Neben all den Höhenflügen, gab es auch immer wieder sportliche Rückschläge und Querelen abseits des Platzes zu verkraften. Seine schwärzeste Stunde erlebte der Torhüter im Aufstiegsspiel zur Bezirksliga gegen Hamborn 07 II. Möllen führte bis zur 89. Minute 1:0, ehe ein Doppelschlag noch in der regulären Spielzeit alle Träume fürs Erste zunichte machte. Von diesem Schock erholte sich das Team jedoch und kickte sich mit der Zeit hoch bis in die Landesliga. „Daran hab ich Gefallen gefunden. Ich würde gerne nochmal aufsteigen", setzt der 31-Jährige sich weiterhin höhere Ziele mit seinem Leib-und-Magen-Verein.
Fast in Spellen
gelandet
Dabei wäre Lukas vor zwei Jahren fast beim SV Spellen gelandet. Neben dem Familienglück mit Heirat und der Geburt von Sohn Lenny suchte der DHL-Mitarbeiter eine neue Herausforderung außerhalb der Glückauf-Grenzen. „Zu 95 Prozent war ich schon weg." Doch da hatte er die Rechnung ohne Helga und Fred Diepenbruck gemacht. Das Wirts-Ehepaar im Möllener Klubhaus kennt Andre schon von klein auf und der ließ sich von ihnen in letzter Minute zum Verbleib überreden. Mittlerweile kann er sich sogar eine Zukunft über die aktive Zeit hinaus bei Glückauf vorstellen.
„Der Präsident will, dass ich irgendwann Obmann werde. Aber zur Zeit haben wir einen guten."
07:10
Andre wie viele Möllener Anhänger könnte ich mir ein GA Möllen ohne dich im Tor nicht vorstellen. Hoffe du bleibst die weiteren Jahre unser Stammtorhüter in Möllen. Viel Erfolg wünscht dir weiterhin dein Freund Göksel.