Lotus Star glänzte mit Schwarma

Es war angerichtet, denn zum Renntag der Rheinfels Quelle konnte der Veranstalter Pfingstmontag auf der Dinslakener Trabrennbahn ein gut besetztes Programm anbieten. Die Besucher sorgten für einen ansehnlichen Wettumsatz im sechsstelligen Bereich, den ersten seit 15 Monaten.

Seiner Freude ließ Tim Schwarma schon weit vor dem Ziel im „Pokal der Rheinfels Quelle“ freien Lauf: der Jubel über den Triumph sprudelte förmlich aus dem mehrfachen Lehrlingschampion heraus. Mit Lotus Star hatte er nach einem perfekten Verlauf schon Mitte des Einlaufes das sichere Gefühl des Sieges und reckte triumphierend den Arm in die Höhe. Cesc Boko war innen zwar noch zur Stelle, doch bis ins Ziel hatte Lotus Star ihm eine volle Länge abgenommen. Eine flotte Partie war dem 21:10-Favoriten entgegen gelungen, der sich des vermeintlichen Hauptgegners Amigo Butcher als Zugmaschine bedienen konnte. Als diesem die Puste ausging, schritt Tim Schwarma in den Schlussbogen hinein zur Tat und setzte dem scheinbar enteilten Cesc Boko nach und bekam diesen in 16,4 – Saisonrekord über die Mitteldistanz – locker in den Griff. Dritter wurde Baresi Toscana, der nach dem Start zunächst das Tempo gemacht hatte.

Michael Nimczyk begann den Renntag geradezu standesgemäß. Die umgehend eroberte Führung überließ er mit Robin Hood Diamant dann freiwillig Wakan, um diesen in der Distanz locker zu überlaufen. Mit Onemanshow Diamant konnte Nimczyk dann aber über den kurzen Weg den unentwegt drückenden Vauxhall mit Ralf Oppoli nicht halten, der das Viererwettrennen an sich brachte. Beatrice Boko und Solo con Te dahinter ergaben eine formgemäße Reihenfolge, so dass der Toto für die richtigen Vier auch nur 1166:10 ausspuckte. Gleich im Anschluss fuhr der Champion aber wieder zur Siegerehrung vor. Über die lange Strecke setzte er sich mit Kay Ray Mo in flotten 17,6 gegen Irrwisch durch.

Einen dritten Treffer verhinderte dann wiederum Ralf Oppoli, der damit selbst zum Doppelsieger avancierte. Der Schweden-Import Don di Quattro wehrte sich vorn erfolgreich gegen die vergeblich attackierende Ontheway Diamant.

Betont vorsichtig, aber überzeugt von seinem Pferd trug Cees Kamminga die Französin Croatie d’Amour beim ersten Lebensstart vor. Nach vorsichtigem Beginn wechselte er rechtzeitig nach außen, ließ sich dann auf nichts ein, sondern beorderte seine Stute auf der letzten Überseite in die vierte Spur und auf diesen weiten Wegen zu einem überlegenen Erfolg. Zuvor hatte sich Kamminga nahezu Start-Ziel mit dem neunjährigen Cezar Bitter Oak behauptet.

Bereits im ersten Bogen musste der sechste Lauf zum „Dintrab-Cup“ abgeläutet werden, da Bemms Hexer fahrerlos geworden war und durchs Feld stürmte. Fahrer Manfred Mandrella hatte sich beim Sturz aus dem Sulky Verletzungen zugezogen, die eine Verbringung ins Krankenhaus unumgänglich machten. Vor allem eine Schulter war wohl in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch beim erneuten Versuch erwischte Imperial Corner den besten Start und strebte nach vorn. Das Kommando gab der frische Sieger nicht mehr ab und bescherte seinem Fahrer Jan Steinhaus den zweiten Karrieresieg.