Letzter Heimauftritt vor der Auswärtstour

Kevin Kirchner kehrt rechtzeitig aus dem Skiurlaub zurück.
Kevin Kirchner kehrt rechtzeitig aus dem Skiurlaub zurück.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Hiesfelder Handballer empfangen Kellerkind Vorst und müssen dann viermal in Serie in der Fremde ran.

Der Eindruck, den die Hiesfelder Handballer gegen den TV Vorst bei den heimischen Anhängern hinterlassen, bleibt erst einmal bestehen. Die Begegnung mit dem Oberliga-Schlusslicht (Samstag, 19.15 Uhr) ist vorerst das letzte Heimspiel des TV Jahn. Die „Veilchen“ müssen danach gleich viermal in Folge auswärts ran. Erst am 21. Februar tritt die Mannschaft von Matthias Waclawczyk wieder in der GHZ-Halle an – dann gegen Aufsteiger Lobberich.

Für Hiesfelds Trainer ist diese doch recht außergewöhnliche Konstellation, die seinem Team zu Beginn der Saison auch vier Heimpartien in Serie bescherte, eher nebensächlich. Waclawczyks Konzentration gilt allein dem Aufeinandertreffen mit den Vorstern. „Wir sind der Favorit und wollen dieser Stellung auch gerecht werden, trotzdem müssen wir mit der nötigen Demut ins Spiel gehen“, sagt der Jahn-Coach.

Es gibt tatsächlich einige Gründe, den gebotenen Ernst an den Tag zu legen und das Kellerkind nicht zu unterschätzen. Nach dreiwöchiger Spielpause und anfänglich auch reduziertem Trainingsumfang wissen die Hiesfelder selbst noch nicht genau, wo sie stehen. Der Gast bewies vor dem Jahreswechsel, dass er sich noch nicht aufgegeben hat und fuhr im direkten Duell bei Abstiegskonkurrent Haan die ersten beiden Zähler der Saison ein. „Die kommen wieder mit dem Bus und vielen Fans, werden sich schon auf der Fahrt richtig heiß machen“, vermutet Waclawczyk.

Vorsprung verspielt

Und dann ist da ja auch noch die Erinnerung an die letzte Saison, als der TV Jahn gegen denselben Gegner in heimischer Halle einen klaren Vorsprung noch verspielte und am Ende etwas überraschend, aber völlig verdient unterlag.

Es fehlt also nicht an Warnhinweisen, dennoch sieht der Hiesfelder Verantwortliche keinen Grund, nicht selbstbewusst in die Begegnung zu gehen: „Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und den Takt vorgeben. Wir müssen ganz klar den Anspruch haben, zu gewinnen“, redet Waclawczyk Klartext.

In dieser Woche wurde im Mühlendorf wieder voll und auch fast komplett trainiert. Nur Kevin Kirchner, der erst gestern aus dem Skiurlaub zurückkehrte, und der beruflich stark eingespannte Torwart Stefan Meyer fehlten bei den Übungseinheiten. Sie werden gegen Vorst aber ebenso dabei sein wie Maximilian Reede, der sich noch mit einem kleinen Hämatom aus dem Aldekerk-Spiel herumplagt. So wird aus dem „Veilchen“-Kader nur der langzeitverletzte Arthur Groß fehlen. Alle anderen haben von Waclawczyk vor allem einen Auftrag bekommen: „Von der ersten Sekunde an wach sein.“