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6. Dinslakener City-Lauf

Lauf, Graute, lauf!

21.03.2011 | 12:15 Uhr
Lauf, Graute, lauf!
Am Sonntag fand der 6. Dinslakener Sparkassen City Lauf statt. Die Strecke verlief rund um die Burg und durch die Altstadt von Dinslaken. Foto: Markus Joosten / WAZ FotoPool.

Den Streckenrekord hatte Alexander Lubina anvisiert. Und den gab’s tatsächlich. Nur halt nicht von dem Mann, der 2007 Deutscher Meister auf der Straße und auf der Bahn wurde und damals Zeiten weit unter einer halben Stunde lief. Nein, Matthias Graute vom TRC Essen 84 knackte gestern die alte Bestmarke, die Karsten Kruck 2006 bei der Premiere des Dinslakener City-Laufes mit 31:46 Minuten aufgestellt hatte. Nach 31:24 Minuten war Graute im Ziel und gewann gestern die rundum gelungene sechste Auflage von Dinslakens größter Sportveranstaltung.

„Und nun warten wir auf den schnellsten Mann des Tages!“, rief Laurenz Thissen, kurz bevor Graute auf die Zielgerade lief. „Ich wusste schon recht schnell, dass ich das Ding gewinnen würde“, gab Graute nach kurzer Verschnaufpause unbescheiden zu.

Mit mehr als einer Minute (32:54) folgte Alexander Lubina. Dass er „nur“ Zweiter wurde, nahm der 32-Jährige gelassen hin. „Ich habe mich im Gegensatz zum letzten Jahr um eine Minute verbessert.“ Erst letzte Woche testete der gebürtige Bottroper seine Fitness beim Sprint-Orientierungslauf in Schermen. „Der steckt mir vielleicht noch ein wenig in den Knochen, trotzdem lief ich heute meine Bestzeit als Hobbyläufer.“ 2008 hatte der mehrfache Deutsche Meister seine Karriere aus Verletzungsgründen beenden müssen.

Nachdem die schnellsten Herren der Schöpfung nach und nach eintrudelten, warteten alle gespannt auf die schnellste Frau – und mussten kaum fünf Minuten ausharren. Mit 37:31 Minuten rauschte Melanie Klein-Arndt von der LG Mülheim ins Ziel und musste erstmal Luft schnappen. „Der Kurs ist nicht besonders schnell, aber sehr eckig.“ Die 36-Jährige lief zum ersten Mal mit und war sichtlich begeistert von der Stimmung: „Das ist einfach super, vor allem die Leute hier.“ Damit meinte sie nicht zuletzt die großartigen Sambabands, wegen denen sie garantiert auch im nächsten Jahr in Dinslaken gastieren will.

Nach der örtlichen Presse scharte sich sofort das Kamerateam von Maxfun, einem Laufsportportal im Internet, um die schnellste Dame.

Jens Gosebrink von den Triminators Voerde kam vier Sekunden hinter seinem Vereinskollegen Mark Albracht ins Ziel und war damit Zweitschnellster seines Vereins. Nicht zuletzt wegen seiner Zeit von 36:51 Minuten war er hoch zufrieden. „Ich bin tierisch begeistert. Das Wetter, die Leute – einfach großartig.“ Er ging bereits zum zweiten Mal an den Start und ist sich absolut sicher, nächstes Jahr wiede dabei zu sein.

Nachdem das Publikum auch die Letzten schallend empfing, startete der zweite Hauptlauf. Angeschossen wurde der von Michael Heidinger, der aber erstmal aufgesucht werden musste. Nach kleinem Zwischensprint zum Start gab Heidinger das Signal. Der Sprint überraschte wenig, da er seine Qualitäten unlängst beim 5000-Meter-Lauf bewiesen hatte. Der erste Bürger Dinslakens scheute sich nicht und bestand die Herausforderung mit Bravour. Als 255. von 551 Startern in dieser Klasse und einer Zeit von 28:23 Minuten brauchte er sich nicht zu verstecken. Schnellster Läufer war hier Frank Horvath vom LAV Oberhausen mit 16:50 Minuten. Die 5000 Meter schenkten der Region auch eine Lokalheldin: Jutta Guerndt aus Voerde wurde erste Frau.

Dominik LothTimo Kiwitz

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2011-03-21 12:15
Dinslaken Hünxe Voerde