Lanfermann lässt sich nicht „blenden“

Einsatz fraglich: 08/29-Akteur Daniel Hinnemann war krank.
Einsatz fraglich: 08/29-Akteur Daniel Hinnemann war krank.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde. 08/29-Kicker empfangen den RSV Praest. Trotz der Tabellensituation warnt Trainer Mark Lanfermann vor den Gästen. Spellen kann Schützenhilfe leisten.

Der Herbstmeister der Fußball-Bezirksliga-Gruppe 7 empfängt zum Rückrunden-Start den Vorletzten. Eine angenehme, dankbare Aufgabe? Sicher nicht, sagt der Friedrichsfelder Trainer Mark Lanfermann vor dem ersten Heimspiel der SV 08/29 am Sonntag (15 Uhr) gegen den RSV Praest. „Von dem Tabellenplatz lasse ich mich nicht blenden. Praest zählt für mich zu den stärkeren Mannschaften der Liga.“

Die Statistik sollte den „Vereinigten“ den Rücken stärken. Praest verlor die letzten sechs Spiele, die Friedrichsfelder verloren auf der eigenen Anlage kein einziges. Jedoch ist auch Teil der Chronologie, dass die Friedrichsfelder im ersten Saisonspiel gegen Praest trotz 2:0-Führung mit 2:4 unterlagen. Dass der RSV so tief im Abstiegskampf steckt, überrascht Lanfermann. Und es bereitet ihm Sorgen: „Die werden mit Sicherheit alles daran setzen, da raus zu kommen.“

Alles gegeben – das könnte Lanfermann mit Blick auf die Vorbereitung nicht sagen. „Vom Training her war ich nicht zufrieden“, sagt Lanfermann. Die Leistung in den Spielen sei okay gewesen, aber das reiche nicht aus. „Die Vorbereitung ist auch dazu da, sich auf die gesamte Saison vorzubereiten.“ Die Generalprobe für die Meisterschaft, das Kreispokalspiel gegen A-Ligist Rheingold Emmerich, überstanden die Friedrichsfelder sicher mit 2:0. Dadurch ergaben sich aber noch ein paar personelle Fragezeichen. „Ich hoffe, dass der eine oder andere noch dazu stoßen wird.“ Bei einer Niederlage könnte der erste Platz gleich am ersten Spieltag Geschichte sein. Der Hönnepel-Reserve fehlt nur ein Punkt auf den Spitzenreiter.

Schützenhilfe könnte am Sonntag der SV Spellen leisten, denn die „Schweizer“ reisen zum Friedrichsfelder Verfolger. Ein Spellener Sieg beim SV Hönnepel/Niedermörmter II würde dabei nicht nur dem Lokalrivalen helfen, sondern auch dem SVS selbst, dem drei Punkte zum rettenden Ufer fehlen. Ein Erfolg zum Start wäre „ein Traum“, sagt Trainer Markus Osthoff. Und ganz unmöglich nicht, wie das Hinspiel zeigte.

Denn da führte der SVS schon mit 2:0, verlor am Ende aber durch ein Last-Minute-Tor. Auch wegen solcher Spiele zweifelt Markus Osthoff nicht daran, dass der Klassenerhalt realisierbar ist. „Wir wissen schon, was wir können. Wir haben das Zeug dazu.“

Die Vorbereitung lief nicht optimal. Osthoff hatte aufgrund von Ausfällen Schwierigkeiten, die Mannschaft vernünftig zu testen. Torwart Yücecan Tutum wird, wie bereits bekannt, pausieren. Mit Andre Lukas und Andre Demmerling ist für Ersatz gesorgt