Kriselnde Hiesfelder beim Team der Stunde

Hiesfelds Coach Matthias Waclawczyk nahm die Niederlage gegen Vorst mit auf seine Kappe.
Hiesfelds Coach Matthias Waclawczyk nahm die Niederlage gegen Vorst mit auf seine Kappe.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Jahn-Handballer reisen zur SG Langenfeld, die sich längst gefangen hat.

Die Handballer des TV Jahn hatten gerade in der Anfangsphase der Saison einige starke Auftritte. Die bisher beste Leistung lieferten die Hiesfelder eindeutig am 20. September 2014 ab, als sie die als Oberliga-Titelanwärter gehandelte SG Langenfeld phasenweise vorführten und deutlich mit 29:19 die Oberhand behielten. Von der damals entstandenen Euphorie um die „Veilchen“ ist derzeit allerdings nicht mehr viel zu spüren. Zum Rückspiel in Langenfeld (Samstag, 17.30) reist die Mannschaft von Matthias Waclawczyk wieder als Außenseiter, denn die Vorzeichen haben sich mittlerweile komplett umgekehrt.

Denn während Jahn sechs der letzten sieben Begegnungen verlor, sind die Hausherren so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Nach dem überraschenden Fehlstart mit 5:9 Punkten hat das Team von Leszek Hoft nur noch einen einzigen Zähler abgegeben – beim Remis gegen den souveränen Spitzenreiter aus Aldekerk. „Es war für mich auch nur eine Frage der Zeit, bis Langenfeld sich findet“, ist der deutliche Aufwärtstrend des Kontrahenten für Waclawczyk keine Überraschung.

Im Rückblick auf die Heimniederlage am letzten Samstag gegen das bisherige Schlusslicht aus Vorst gibt sich der Hiesfelder Verantwortliche selbstkritisch: „Das nehme ich mit auf meine Kappe. Da hat von der Bank aus die Souveränität gefehlt.“ Seine vielen Wechsel hätten wohl einen besseren Spielfluss verhindert. Nichtsdestotrotz nimmt Waclawcyzk auch seine Mannschaft in die Pflicht: „Wir müssen jetzt alle eine Schippe drauf legen und uns wieder auf unsere Tugenden besinnen.“ Über eine gute Deckungsleistung sollen seine Schützlinge wieder zu mehr Sicherheit finden und auch wieder mehr leichte Treffer über Tempo erzielen. „Wenn wir das schaffen, sind wir gegen keine Mannschaft in der Liga chancenlos“, ist sich Waclawczyk sicher.

Die Trainingswoche verlief – fast schon gewohnt – durchwachsen, weil einige Akteure wieder in Sachen Schule, Uni und Weiterbildung unterwegs waren. Marco Bückmann fehlte dazu krank. Der Einsatz des Jahn-Rechtsaußen ist deshalb heute auch sehr fraglich. Mit Ausnahme des langzeitverletzten Arthur Groß sind aber alle anderen Spieler an Bord.