Kobras retten sich in die Playoffs

Kami Vavra (rechts) traf gegen Bad Nauheim dreimal.
Kami Vavra (rechts) traf gegen Bad Nauheim dreimal.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. Mit dem 7:2-Erfolg über den Konkurrenten aus Bad Nauheim verteidigte der Dinslakener Eishockey-Regionalligist Platz vier. Mammutaufgabe gegen Dortmund.

Das Ziel war klar definiert: alles andere als ein Sieg kam nicht in Frage. Eine Niederlage hätte das Ende des Oberliga-Traums bedeutet. Sowohl die Dinslakener Kobras, als auch die Roten Teufel aus Bad Nauheim kämpften im letzten Spiel der Eishockey-Regionalliga-Hauptrunde um den vierten Tabellenplatz, zugleich auch der letzte Qualifikationsplatz für die Oberliga-Playoffs. Mit der Niederlage gegen die Lauterbacher Luchse zwei Tage zuvor verspielten die Kobras zwar ihre Chance auf Platz zwei, doch durch den souveränen 7:2 (2:0, 3:1, 2:1)-Sieg gegen die Roten Teufel am Sonntagabend schafften sie es schließlich doch noch, sich zu qualifizieren.

Erleichterung bei Spielern, Trainer und Vorstand. Das Saisonziel wurde erreicht, wenn auch nicht mit der besten Ausgangslage. Weil es nun nämlich nur zu Platz vier reichte, treffen die Kobras im Playoff-Halbfinale auf Spitzenreiter Dortmund. Mit zwei Siegen gegen die Eisadler wären die Kobras sicher weiter im Rennen um den Aufstieg. Das scheint allerdings eine Mammutaufgabe zu sein.

Die Kobras traten gegen die Roten Teufel vor rund 180 Zuschauern auf wie in einem Endspiel. Auch die Gäste schienen den Begriff Kampf etwas zu ernst genommen zu haben, denn die Gemüter gerieten im Laufe des Spiels oft aneinander. Das bekam vor allem auch Kobras-Stürmer Kamil Vavra zu spüren, der von Angriffen seiner Gegenspieler nicht verschont blieb. „Die Gegner fokussieren sich jetzt auf Kamil“, erklärte Schmitz. Kein Wunder, wie Schmitz meint, schließlich habe der Tscheche bei seinen, mittlerweile sieben Einsätzen für die Kobras ja schon 17 Tore erzielt. Drei davon markierte der Neuzugang in der Partie gegen die Roten Teufel. Die 1:0-Führung (9.) ging ebenso auf Vavras Konto wie Tor Nummer zwei (13.). Was der Tscheche im Spiel gegen die Luchse vermissen ließ, lieferte er am Sonntag nach.

Die Gäste aus Hessen hingegen waren im Anfangsdrittel mehr damit beschäftigt, Strafzeiten zu sammeln. Auch in den folgenden Abschnitten sollte sich das nur sehr wenig ändern.

Das Mitteldrittel begann gleich mit einem Hammer von Pierre Klein. Nach nur 19 Sekunden Spielzeit ließ der Kobras-Angreifer Nauheims Keeper Alexander Wagner nach einem schnellen Konter blass aussehen. Bad Nauheim verkürzte zwar in Person von Tobias Etzel (24.), doch Vavra stellte mit dem 4:1 (29.) den alten Abstand wieder her. Klein erhöhte noch vor der Sirene (40.).

Im Schlussabschnitt legten die Kobras durch Sven Linda (42.) und erneut Klein (51.) nach. Bad Nauheim konnte durch Martin Prada (53.) nur noch wenig Ergebniskosmetik betreiben.

Am Freitag spielen die Kobras nun ihr erstes Playoff-Spiel bei den Eisadlern, ehe der Spitzenreiter am Sonntag zum Rückspiel in der Dinslakener Eishalle zu Gast ist.

Strafzeiten: Kobras 24+10 (Klein); Bad Nauheim 26.