Kobras brachen im letzten Drittel ein

Was wir bereits wissen
Beim EC Bergisch Land kassierte Eishockey-Regionalligist Dinslakener Kobras eine 6:7 (3:2, 3:1, 0:4)- Niederlage.

Dinslaken..  Als hätte es Thomas Schmitz geahnt. Noch vor der Partie warnte der Trainer der Dinslakener Kobras, dass Spiele gegen „Underdogs“ nicht auf die leichte Schulter genommen werden dürften. Tatsächlich verlor sein Team am Freitagabend gegen einen vermeintlichen Außenseiter in der Eishockey-Regionalliga. Gegen die im Tabellen-Keller befindlichen Raptors des EC Bergisch Land, kassierten die Kobras eine 6:7 (3:2, 3:1, 0:4)- Niederlage. Dabei führten die Dinslakener im Mittelabschnitt noch deutlich und dominierten die Partie. Und auch die Einstellung soll laut Schmitz gestimmt haben. Doch 13 Sekunden vor Schluss fiel der entscheidende Gegentreffer.

Schon kurz nach Beginn feuerten die Gastgeber den ersten Warnschuss ab und überraschten Kobra-Keeper Dennis Rudolph mit dem ersten Tor (3.). Die Dinslakener wehrten sich: Es folgte der Ausgleich durch Petr Macaj (6.) und der Führungstreffer durch Kamil Vavra (16.). Die Raptors schafften den erneuten Gleichstand (18.). Doch Dominick Spazier holte den Kobras kurz vor der Pausensirene die Führung zurück (20.).

Im Mittelabschnitt legten die Kobras weiter nach: Mit den Toren von Sven Linda (22.), Daniel Pleger (25.) und Benedikt Hüsken (27.), schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Diese drei Treffer bescherten die 6:2-Führung, blieben allerdings auch die letzten der Gäste. Fatal, wie sich im Nachhinein zeigte. Die Raptors schafften es im zweiten Drittel auch noch einzunetzen (32.): der Wendepunkt!

„Wir hätten im Mittelabschnitt weiter nachlegen müssen“, erklärte Schmitz, „wir haben mindesten vier 200-prozentige Torchancen liegen gelassen. Im Schlussabschnitt haben uns die Gegentore in Unterzahl den Sieg gekostet.“ Die letzten zwanzig Minuten gehörten den Raptors: Mit vier Toren (41., 42., 58., 60.) demontierten sie den Favoriten aus Dinslaken. „Vielleicht sind wir mit zu viel Druck in die Partie gegangen“, so Schmitz, „wir wollten unbedingt diese drei Punkte holen, das könnte uns zum Verhängnis geworden sein“.

Neuzugang Kevin Balke gab in der dritten Reihe sein Debüt. Laut Schmitz zeigte der Stürmer eine solide Leistung. Balke hatte zuvor nur einmal mit der Mannschaft trainiert.

Strafminuten: Bergisch Land 16 + 10 (Könitzer), Dinslaken 20 + 10 (Krölls).