„Knappen“ feiern nach dem Derby

Thomas Grefen will zu Hause ungeschlagen bleiben.
Thomas Grefen will zu Hause ungeschlagen bleiben.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde. Der Aufstieg ist perfekt, die Heimpartie gegen Wacker Dinslaken hat für den Fußball-A-Ligisten VfB Lohberg keine große Bedeutung mehr.

Eigentlich, so hatten sich die Fußballer des VfB Lohberg das vorgestellt, sollte heute Abend in der heimischen Dorotheen-Kampfbahn gegen den SC Wacker Dinslaken der Aufstieg in die Bezirksliga erst perfekt gemacht und dann gefeiert werden. Weil Nachbar RWS vor der Pfingstpause dem ärgsten Verfolger aus Voerde beim 1:0 ein Bein stellte, ist die Meisterschaft nun zwar schon in trockenen Tüchern, gefeiert werden soll aber trotzdem. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

„Ich hoffe natürlich, dass ein paar Fans kommen“, sagt VfB-Coach Thomas Grefen. Mit den Anhängern will die Mannschaft nach der Partie anstoßen, spendiert dafür auch ein bisschen Freibier aus ihrer Kasse. Die offizielle Aufstiegsfeier soll dann Mitte Juni folgen. Trotz aller Festivitäten wollen die „Knappen“ die Partie gegen Wacker noch ernst nehmen. „Ich werde zwar als Dankeschön ein paar Leute bringen, die sonst nicht sehr viel gespielt haben, will aber auch ein Team aufstellen, dass gegen Wacker gewinnen kann. Zu Hause wollen wir auf jeden Fall ungeschlagen bleiben“, so Grefen.

Dominic Herzog, Trainer der Gäste, macht allerdings im Vorfeld deutlich, dass sein Team nicht nur zum Gratulieren anreist: „Wir wollen für eine Überraschung sorgen, zeigen, dass wir auch Fußball spielen können und eine schöne Partie abliefern“, sagt Herzog, „auch wenn es im Prinzip um nichts mehr geht.“ Die Feldmärker können aus dem Vollen schöpfen.

Schützenfest im Hinspiel

„In der letzten Saison hat der zweite Platz immer zur Relegation gereicht. Schade, dass es diesmal nicht dazu kommt“, sagt Torsten Klump, Trainer des TV Voerde, vor der Partie bei Viktoria Wehofen (Sonntag, 15 Uhr). Auch wenn Rang zwei effektiv nichts einbringt, wollen die Voerder die Vizemeisterschaft unbedingt einfahren, und da ist ein Sieg in der Hermann-Heuser-Kampfbahn natürlich Pflicht. Allein schon wegen des Hinspiels ist der TVV klarer Favorit. Damals gewann die Klump-Elf haushoch mit 10:0. Personell gibt es zurzeit auch keine Sorgen an der Rönskenstraße, trotzdem warnt der Coach: „Wir müssen konzentriert an die Sache ran gehen.“ Klump selbst ist wegen eines anderen Termins nicht vor Ort. Patrick Frosch vertritt den Übungsleiter.

Einzig RWS Lohberg kann die Voerder noch vom zweiten Platz verdrängen, aber nachdem dort Mahmut Tas Ende letzter Woche die Brocken hinwarf, haben die Rot-Weißen andere Sorgen. Mit Levent Ögüt ist zwar bereits ein Nachfolger gefunden, aber bis zum Saisonende übernimmt einmal mehr Murat Karakas aushilfsweise das Kommando. Und der will vor allem Ruhe haben: „Wir wollen die Saison einfach vernünftig zu Ende bringen“, sagt Karakas vor der Heimpartie gegen den TSV Bruckhausen. Hakan Tütüncü hat seine Sperre, die aus den Vorfällen im Lohberger Derby resultierte, zwar abgesessen, kommt aber in dieser Spielzeit nicht mehr zum Einsatz: „Hakan ist vereinsintern suspendiert worden, darf aber in der nächsten Saison wieder dabei sein“, erklärt Karakas, der ansonsten alle Mann an Bord hat.

Der TV Jahn Hiesfeld II hat als Vorletzter trotz einer langen Niederlagenserie immer noch die Möglichkeit, die vor der Reserve platzierte Viktoria aus Wehofen zu überholen. Beim VfvB Ruhrort/Laar nimmt das Team von Peter Haas, der mittlerweile seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt gegeben hat, einen neuen Anlauf.

Theoretisch könnten die „Veilchen“ auch noch vom Schlusslicht Hertha Hamborn eingeholt werden, aber das will auch der SuS 09 Dinslaken verhindern, der die Herthaner am Sonntag empfängt. „Wir wollen gewinnen und Hiesfeld etwas Schützenhilfe leisten“, sagt Ingo Hermann, für den es das letzte Heimspiel als Chefcoach der 09er ist. In der nächsten Saison übernimmt bekanntlich Thorsten Schramm an der Voerder Straße.