Kleine Kicker ganz groß

Der SuS 09 jubelt über ein Tor gegen den TV Jahn Hiesfeld.
Der SuS 09 jubelt über ein Tor gegen den TV Jahn Hiesfeld.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dinslaken. F-Jugend-Mannschaften spielten in Lohberg um den Einzug in das Finale des Emscher Junior Cups.

Das Klatschen der blauen Rhythmus-Schläuche war schon weit vor der Dorotheen-Kampfbahn zu hören. Anfeuerungsrufe und Musikfetzen prägten die Geräuschkulisse des Fußballturniers Emscher Junior Cup. „Hier ist immer eine Bombenstimmung, dass wusste ich schon seit dem letzten Jahr“, erklärte Jugend-Geschäftsführer Marco Lesage vom VfB Lohberg. Wie im Vorjahr gastierte der Emscher Junior Cup beim VfB.

In diesem Jahr gingen 14 Mannschaften in das Turnier, von denen fünf aus Dinslaken kamen. Der TV Jahn Hiesfeld und SuS 09 Dinslaken stellten jeweils zwei F-Jugend-Mannschaften, Gastgeber Lohberg ging mit einem Team in das Turnier. Gespielt wurde in zwei Gruppen mit jeweils sieben Mannschaften. Erst- und Zweitplatzierter jeder Gruppe qualifizierten sich für das Finale im Stadion Niederrhein in Oberhausen. Hinzu kam ein fünfter Finalist: Der Gewinner des so genannten Fair-Play-Preises konnte auch noch ein Ticket nach Oberhausen ziehen. Gespielt wurde zehn Minuten ohne Pause und Seitenwechsel in einem Kleinfeld.

Für das Finale in Oberhausen qualifizierten sich TuRa 88 Duisburg, Sportvereinigung Sterkrade-Nord, VfB Bottrop und die Sportvereinigung Meiderich 06/95. Durch die Fairplay-Wertung qualifizierte sich zusätzlich die SG Wacker Walsum.

„Das Kapital des VfB Lohberg ist die Jugend, und mit solchen Turnieren kann man den jungen Spielern zusätzliche Möglichkeiten schaffen, sich zu entwickeln“, erklärt Lesage. Ähnlich sah das auch der Moderator der Veranstaltung aus dem Organisationsteam von Reviersport, Thorsten Sterna: „Wir bewerben uns jedes Jahr aufs Neue bei der Emscher-Genossenschaft, um das Turnier auszutragen. Die sechs Jahre, in denen es den Wettbewerb gibt, hat es immer geklappt: Weil die Sponsoren lieber an der Basis investieren als im Profibereich.“

Auch mit der Organisation war sowohl der Veranstalter als auch Gastgeber Lohberg zufrieden: „Wir haben nur die Tore auf den Rasen gestellt, dann hatten wir mit dem eigentlichen Turnier nicht mehr viel zu tun“, erklärte Lesage. „Als wir morgens um 7 Uhr angekommen sind, hatte der VfB schon alles Notwendige vorbereitet und wir konnten direkt mit der Arbeit beginnen“, sagte Sterna.

Schnell durch den Emscher-Parcours

Neben dem eigentlichen Turnier gab es auch noch den „Emscher-Parcours“. Hier mussten die Jugendspieler durch einen Kurs voller Koordinationsübungen. Die einzelnen Stationen stellten die Standorte des diesjährigen Emscher Junior Cups da: Holzwickede, Herne, Bochum, Essen, Bottrop, Oberhausen, Dinslaken. Die schnellste Mannschaft beim „Emscher-Parcours“ in Dinslaken waren die Sportfreunde Hamborn 07, die zusammen nur 284 Sekunden brauchten, um die Hindernisse zu überwinden. Insgesamt haben sich an den sechs Standorten 32 Mannschaften für das Finale qualifiziert. „Dinslaken hat mit der Dorotheen-Kampfbahn und dieser wunderbaren Tribüne genau die Atmosphäre, um noch einmal richtig Lust auf das Finale in Oberhausen zu machen“, beschrieb Sterna den Standort Dinslaken für den Emscher Junior Cup.