Klassenerhalt – was sonst?

Ninja Pfützenreuter ist am ersten Spieltag nicht dabei.
Ninja Pfützenreuter ist am ersten Spieltag nicht dabei.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde. Die Tennis-Herren der Dinslakener TG Blau-Weiß bleiben in der 1. Verbandsliga bei ihrem Ziel. Auch die Damen des TC Rot-Weiß können wohl nicht oben angreifen. Am Samstag beginnt bereits die Saison

Die Antwort auf die Frage nach dem Saisonziel ist Thomas Lönegren schon fast peinlich. „Langweilig“, entschuldigt sich der Finne vorab und gähnt dabei wie zur Bestätigung. Die Tennis-Herren der Dinslakener TG Blau-Weiß haben sich erneut den Klassenerhalt auf die Fahne geschrieben. Was auch sonst? Schließlich reichen die personellen und finanziellen Mittel nicht, um ganz oben anzugreifen, und in einer stark besetzten 1. Verbandsliga erscheint der Wunsch, die Klasse zu halten, schon ambitioniert genug.

„Das wird sicher eine große Herausforderung, denn es ist meiner Meinung nach keine schwache Mannschaft dabei“, sagt Trainer Lönegren mit Blick auf die Meldelisten der anderen Clubs. Fragezeichen bleiben natürlich viele: „Man muss erst einmal abwarten, wie die anderen Mannschaften antreten“, meint der DTG-Coach, „aber wir werden sicher an jeder Position gefordert.“

An vier bis fünf Spieltagen wollen die Dinslakener selbst mit zwei niederländischen Akteuren antreten, vornehmlich Roy Bruggeling und Leon Vellekamp dürften wieder für die Blau-Weißen aufschlagen. Bei den Lokalmatadoren setzt Lönegren auf André Mordhorst, Daniel Lingen, Kai Knippert, Tristan Dawirs, Christian Hörscher und Alexander Kleindick. Zum Auftakt am Samstag um 14 Uhr gegen Bayer Wuppertal wird Hörscher wegen einer Knieverletzung aber noch definitiv ausfallen. „Die Jungs haben gut trainiert, aber es fehlt natürlich die Matchpraxis. Mit Wuppertal kommt auch gleich ein richtig guter Gegner“, findet der Trainer.

Gleiche Besetzung

Den Damen des benachbarten TC Rot-Weiß macht der frühe Saisonstart ein wenig zu schaffen. Dass es schon am letzten Aprilwochenende los gehen würde, hatte bei den Dinslakenerinnen niemand auf dem Schirm. Nun wird es gleich zum Auftakt der 1. Verbandsliga beim Solinger TC 02 (Samstag, 14 Uhr) personell richtig eng. Mannschaftsführerin Ninja Pfützenreuter befindet sich noch im Urlaub, Gina Betzholz schreibt eine wichtige Abschlussklausur und Emelie Schwarte spielt ein Turnier in Tunesien. Zumindest hilft Dorothee Schmelt aus der zweiten Mannschaft aus, aber ein Sieg in Solingen ist dennoch in weite Ferne gerückt. Schon gleich zum Auftakt dürfte das Thema Wiederaufstieg in die Niederrheinliga damit zu den Akten gelegt werden. „Den Aufstieg müssen wir wohl abhaken. Aber ab dem zweiten Spieltag sollten wir eigentlich immer komplett sein und können wieder angreifen“, sieht Pfützenreuter, die im Urlaub auf Mallorca fleißig trainieren will, das „Minimalziel“ Klassenerhalt keineswegs in Gefahr.

Aus den Niederlanden verstärken wieder Joany Pontjodikromo und Josien Boverhof die Mannschaft. Neben Betzholz und Pfützenreuter setzen die weiterhin von Peter Szöke gecoachten Rot-Weißen noch auf Franziska Föcking und Anja Lingen. Keine Veränderungen also im Vergleich zum Vorjahr.

Die Personalmisere der ersten Damenmannschaft bekommt zum Start auch gleich die „Zweite“ zu spüren. Denn mit der aufrückenden Doro Schmelt fehlt dem Aufsteiger in die 2. Verbandsliga auf heimischer Anlage gegen Etuf Essen III (Samstag, 14 Uhr) gleich seine Nummer eins. In den letzten Jahren pendelte das Team immer wieder zwischen dieser Klasse und der Bezirksliga, dem Ruf der Fahrstuhlmannschaft würden die Rot-Weißen nun am liebsten entkommen. „Der Klassenerhalt wird auf dem Papier sicherlich sehr schwer, aber wir sind einfach mal optimistisch“, sagt Mannschaftsführerin Anika Engelbrecht. Ab der zweiten Begegnung können die Damen, die den Wiederaufstieg im letzten Jahr eindrucksvoll realisierten, aller Voraussicht nach auch durchweg aus dem Vollen schöpfen. Zum Team gehören hinter Schmelt und Engelbrecht noch Nadine Kirstein, Kira Koske (fehlt Samstag), Christina Grams, Kimberley Tatzki und Dunja Nordmeyer.

Spellen schielt nach oben

In der Herren-Bezirksliga hat der Klassenerhalt für den TC Blau-Weiß Spellen wieder oberste Priorität. Allerdings schielen die Spellener im zweiten Jahr auch mit einem Auge nach oben. „Wir sind topmotiviert und wollen angreifen“, kündigt Mannschaftsführer Marcel Teichert an. Personell hat sich bei den Blau-Weißen nichts verändert, die Form sei aber gut: „Unsere Plätze haben ja früh aufgemacht. Wir haben alle schon exzessiv gespielt“, so Teichert. Los geht es für Spellen am Samstag um 14 Uhr bei Blau-Weiß Oberhausen. Das Derby gegen den TV Jahn Hiesfeld wird es dagegen nicht mehr geben. Die „Veilchen“ sind zu einem großen Teil in die Herren 30 (2. Verbandsliga) aufgerückt und treten nun nur noch in der A-Klasse an.

Derby bei den Damen

Dafür spielen die Damen des TV Jahn nun in der Bezirksliga, treffen dort unter anderem auf die SV 08/29 Friedrichsfeld, die im letzten Jahr ebenfalls über den Aufstieg jubeln durfte. Gleich am Samstag um 14 Uhr treffen die beiden Aufsteiger in Hiesfeld aufeinander.