Klare Angelegenheit nur auf dem Papier

Mark Lanfermann bangt um Kapitän Andreas Gnielka.
Mark Lanfermann bangt um Kapitän Andreas Gnielka.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Voerde/Hünxe. Fußball-Bezirksligist SV 08/29 steht im Kreispokal beim A-Ligisten Rheingold Emmerich vor einer schwierigen Aufgabe, denn die Friedrichsfelder Personaldecke ist sehr dünn. Drevenack in Lowick.

Beim Tabellenelften der Fußball-Kreisliga A will die SV 08/29 Friedrichsfeld heute um 19.30 Uhr den Einzug in die vierte Runde des Kreispokals perfekt machen und damit die vorletzte Hürde auf dem Weg in den Niederrheinpokal nehmen. Für den Bezirksliga-Spitzenreiter vom Tannenbusch ist die Aufgabe beim VfB Rheingold Emmerich allerdings nur auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Denn die „Vereinigten“ haben wenige Tage vor dem Rückrundenstart in die Meisterschaft große Personalsorgen.

Von den zuletzt grippekranken Feldspielern Andreas Gnielka, Daniel Hinnemann und Ansgar Mertens erwartet Trainer Mark Lanfermann allerhöchstens Gnielka zurück. Stefan Giesen droht mit seinen Adduktorenproblemen auszufallen. Vedat Bengü, der sich im Training am Rücken verletzte, kann auf keinen Fall auflaufen. Hinter dem Einsatz von Denis Mühleweg, der bei der Übungseinheit am Dienstag umknickte, steht ebenfalls ein großes Fragezeichen. Im Hinblick auf die wichtige Partie am Sonntag gegen den RSV Praest würde Lanfermann am liebsten auch kein Risiko eingehen. „Wenn wir dadurch den Einsatz am Sonntag gefährden, wird er wohl eher nicht spielen. Das Praest-Spiel ist mir dann doch noch etwas wichtiger“, sagt Lanfermann, betont aber auch gleichzeitig: „Natürlich wollen wir auch gegen Emmerich unbedingt weiterkommen.“

Immerhin steht Torhüter Christian de Groodt nach seiner Erkrankung wieder zur Verfügung. Die Sperre von Sven Bolz, der am Sonntag beim 1:3 im Test gegen Oberligist Sonsbeck die rote Karte sah, wiegt damit nicht ganz so schwer. Alexander Reinhardt aus der Reserve, der schon in Sonsbeck zum Einsatz kam, soll wieder mitfahren, möglicherweise hilft noch ein weiterer Akteur aus der „Zweiten“ aus. Lanfermann plädiert gerade auf Grund der Personallage vehement dafür, den relativ unbekannten Gastgeber nicht zu unterschätzen: „Wir werden uns auf einiges gefasst machen.“

Pokal für die TuS zweitrangig

Den Einzug in die vierte Runde strebt auch die TuS Drevenack an, bei der es personell wesentlich entspannter aussieht. Der Spitzenreiter der Kreisliga B muss beim A-Ligisten DJK SF 97/30 Lowick wohl nur Marvin Macherey aus beruflichen Gründen ersetzen. „Allerdings hat uns die Erkältungswelle auch nicht verschont, da werden einige Entscheidungen erst kurzfristig fallen“, sagt Trainer Marco Macherey vor dem Duell der beiden Spitzenreiter der jeweiligen Klassen.

Dabei weiß der Drevenacker Coach um die Schwere der Aufgabe. „Wir fahren als krasser Außenseiter dahin“, verdeutlicht Marco Macherey. Für ihn ist diese dritte Pokalrunde auf Kreisebene auch eher ein Nebenprodukt der laufenden Spielzeit. „Das Spiel ist letztlich zweitrangig. Unser Fokus liegt natürlich auf der Meisterschaft“, sagt der TuS-Übungsleiter. Allerdings starten die B-Ligisten auch erst am 8. März in die Rückrunde.