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Fußball-Relegationsspiel

Jubel in Blau und Gelb

10.06.2012 | 20:34 Uhr
Jubel in Blau und Gelb

Dinslaken. Die SGP Oberlohberg feiert den Aufstieg in die Bezirksliga. 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen die TuSpo Saarn bringt „Schuppi“ und seine Jungs zurück eine Liga höher. Besnik Peci wird mit seinem Treffer in der Verlängerung zum Aufstiegsheld.

Die SGP Oberlohberg ist am Ziel ihrer Träume angekommen. Der Fußball-A-Ligist ergatterte sich durch einen dramatischen 2:1 (0:1, 1:1, 1:1)-Erfolg nach Verlängerung über die TuSpo Saarn den letzten Platz für die kommende Bezirksliga-Spielzeit. Nach dem Abpfiff des sehr guten Schiedsrichters Richard Barkoczi kannte die Freude keine Grenzen mehr. Rauchbomben wurden gezündet, der Platz von Anhängern des Vereines gestürmt. Obendrein erhielt Erfolgscoach Andreas Matyjaszek noch eine Wasser-Dusche von Oliver Nehm. Damit ist die dreijährige Bezirksliga-Abstinenz für die „Dörfler“ vorbei.

Aufstiegstrainer „Schuppi“, der bekanntermaßen ab der kommenden Saison das Amt des sportlichen Leiters bekleidet, war mächtig stolz auf sein Team: „Das war ein ganz schwerer Kampf. Nicht nur das Spiel heute, sondern die ganze Saison. Meine Mannschaft ist verdient aufgestiegen.“

Dabei sah es auf der Sportanlage des BSV Beeck 05 zunächst gar nicht gut aus für Oberlohberg. Saarn begann vor knapp 600 Zuschauern schwungvoller und kam durch seinen besten Akteur Michael Siminenko (18.) zum ersten Torerfolg. Siminenko scheiterte in der 30. Minute aus spitzem Winkel zudem am Pfosten. Das erste Oberlohberger Ausrufezeichen setzte Kapitän Daniel Möllmann, der aus über 20 Metern in der 38. Minute ebenfalls den Pfosten traf. „Wir haben die erste halbe Stunde komplett verschlafen. Durch den Pfostenschuss sind wir wach geworden“, fand „Schuppi“.

Doch nach der Pause wurde das Oberlohberger Spiel – auch dank der Einwechslung von Younes Fagrach – deutlich strukturierter. Dennis Suchy (57.) erzielte den Ausgleich, der bis in die Verlängerung Bestand hatte. Da war es dann Besnik Peci (113.), der den umjubelten Siegtreffer markierte und somit zum Oberlohberger Aufstiegshelden wurde.

Wie und wo gefeiert wird, wurde selbstverständlich bereits vorher geplant. „Wir fahren ins Vereinsheim und machen die ganze Nacht Party! Heute gibt es nur Krimsekt und Wodka“, ließ der Coach verlauten. Dass die Oberlohberger feiern können, zeigte sich bereits in Beeck. Kein Wunder, dass Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes Angst hatte, was die Wahl des Verkehrsmittels für die Rückfahrt anging: „Ich bin gespannt, ob unser Bus heil in P’dorf ankommt.“

Für Oberlohbergs Obmann Ali Kaya ist der Aufstieg eine ganz wichtige Sache: „Wir sind jetzt die Nummer zwei in der Stadt. Was gibt es Besseres? Vielen Dank allen, die an diesem großartigen Erfolg mitgearbeitet haben.“ Doch Kaya fand auch Worte des Mitgefühls für den Gegner, der zum zweiten Mal in Serie das Relegationsspiel in der Verlängerung verlor: „Mir tun die Mülheimer leid.“

Björn Decker



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