Jamil Cortina brachte seinen Vorsprung ins Ziel

Robbin Bot gewann den Großen Preis der NRZ mit Jamil Cortina.
Robbin Bot gewann den Großen Preis der NRZ mit Jamil Cortina.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Robbin Bot steuerte den Hengst im Großen Preis der NRZ auf der Dinslakener Trabrennbahn vor Titelverteidiger Stanislawski zum Sieg.

Zum Jahreshöhepunkt herrschten erneut beste äußere Bedingungen am auf der Dinslakener Trabrennbahn am Bärenkamp. Leider waren an diesem gutbesuchten Tag drei Veranstaltungen auf dem Live-Stream, was für deutliche Verzögerungen in einem ohnehin schon recht opulent geplanten Ablauf sorgte und die Besucher auf allen drei Bahnen des Sonntages, die jeweils aufeinander warten mussten, auf eine Geduldsprobe stellte. Sportlich ließ der NRZ-Renntag jedoch kaum einen Wunsch offen, wenngleich einige Nichtstarter zu beklagen waren.

Die Leistung von Jamil Cortina als Sieger im „Großen Preis der NRZ“ soll nicht kleingeschrieben werden, doch hilfreich war es sicher, dass Robbin Bot mit seinem Schützling 25 Meter vor Titelverteidiger Stanislawski in die Partie gehen konnte.

Viererwette zahlte 20 002:10

Das mit 20 000 Euro dotierte Hauptrennen konnte nach einem Fehlversuch gestartet werden. Unmittelbar nach dem Ab erwischte es Totofavorit Easy Lover, der nach einer Galoppade recht schnell die „rote Karte“ erhielt. Ausgangs der ersten Kurve war es dann auch mit der Herrlichkeit von Star Potential vorbei, während die zunächst führende Edna Boko nach einer gelaufenen Runde von Jamil Cortina abgelöst wurde. Mit dem aufwendigeren Verlauf rückte Vorjahressieger Stanislawski außen herum stetig auf und versuchte, den Piloten in der Distanz zu stellen. Der legte unter Hilfen immer zu und gewann in flotten 1:17,3 aus dem Band gegen Stanislawski, SJs Junior C und Greenspan. Auf Sieg zahlte Jamil Cortina 81:10, während es in der Viererwette gar 20 002:10 gab.

Michael Nimczyk scheiterte zwar im Hauptrennen, doch ansonsten drückte er dem Renntag seinen Stempel auf. Der Goldhelm gewann gleich die Auftaktprüfung, die mit einem Siegjackpot gewürzt war. Daher gab es auf die Start-Ziel erfolgreiche Pandora Diamant immerhin 41:10 am Toto zu verdienen.

Auch wenn Michael Nimczyk anschließend den zweiten Treffer verpasste, weil Yumiro keine Möglichkeiten gegen die stark vorgestellte Debütantin Friendly Boko hatte und er danach mit Diva Newport fest saß, war dann sein folgender Auftritt wieder von Erfolg gekrönt. Mit Kay Ray Mo rückte er resolut nach und hatte zwei Runden vor Schluss die Führung von Biscuit Dragon erobert, die er dann nie mehr abgab, sondern das Rennen souverän nach Hause brachte.

Mit sofortiger Führung war dann Dream Boy As für denselben Besitzer, nämlich Ulrich Mommert, erfolgreich. Der mit satten 10 000 Euro ausgestattete „NRZ-Pokal/Beginners“ sah nur sechs Kandidaten am Start, da Josef Franzl von seiner ursprünglich dreiköpfigen Streitmacht nur Nileo aufbieten konnte. Der 16:10-Totofavorit marschierte tapfer durch die Außenspur, hatte gegen den 1:17,1 trabenden Sieger dann keine Möglichkeiten und musste sich strecken, um den innen geschonten Key Largo für das zweite Geld zu halten. Co-Favorit Don di Quattro hatte sich umgehend aus der Partie gesprungen.

Der vierte Treffer glückte dann mit Velten New York. Im Topspeed kam die zu Beginn zögernd abgekommene Stute zum Erfolg und sammelte im Einlauf alle Konkurrenten ein.

Lord Timber im Dintrab-Cup vorn

Mit einer Weile distanzierte Sina Baruffolo mit Lord Timber die Konkurrenz im siebten Lauf um den „Dintrab-Cup“. Tabellenführer Jörg Hafer hatte zuschauen müssen, da sein Pferd Endeavour Lady dem Start fernblieb. In einer kuriosen Prüfung, die Imperial Corner in äußeren Spuren trotz des Startplatzes ganz innen verbrachte, kam Lord Timber zu Beginn der letzten Überseite ins Freie und löste sich zu einem überlegenen Sieg; da dahinter auch noch viel gesprungen wurde, holte der bereits restlos geschlagen wirkende Imperial Corner mit der zweiten Luft noch den zweiten Rang.

Und ebenfalls völlig ungefährdet war die dreijährige Raspberry Diamant. Robin Bakker hatte trotz zweiter Reihe nach erst einmal übernommener Führung überhaupt keine Probleme, um die talentierte Stute zum zweiten Lebenserfolg zu steuern.