Jakobs vom Einsatz „ein bisschen überwältigt“

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Dinslaken. Trainer des MTV Dinslaken II war nach dem 35:29 über Bocholt stolz auf seine Landesliga-Handballer. Hiesfeld besiegt Rhede.

Überschwängliche Lobeshymnen und Gefühlsausbrüche direkt nach Spielschluss sind eigentlich nicht die Sache von Harald Jakobs. Doch am Samstag war es mal wieder soweit: „Ich bin schon ein bisschen überwältigt von dem Einsatz, den die Jungs gezeigt haben“, erklärte der Trainer des MTV Rheinwacht Dinslaken II. Jakobs war zu recht stolz auf seine Schützlinge, die den bisherigen Tabellendritten der Handball-Landesliga, den TSV Bocholt, mit 35:29 (19:16) besiegten und dabei einmal mehr demonstrierten, welch positive Entwicklung sie in der aktuellen Saison genommen haben. Um den Klassenerhalt braucht sich der Aufsteiger spätestens jetzt überhaupt keine Sorgen mehr machen.

Obwohl die Dinslakener ersatzgeschwächt ins Spiel gingen und vor allem im Rückraum die Alternativen fehlten, schlugen die Hausherren erneut ein hohes Tempo an, hatten am Ende aber immer noch den längeren Atem. Thomas Grah zeigte zwischen den Pfosten eine ebenso starke Leistung wie die treffsicheren MTV-Außen, allen voran Linksaußen Luca d’ Auria. Und der neunfache Torschütze Dominik Loth zeigte für Coach Jakobs seine bisher beste Leistung als Spielmacher.

Rheinwacht hatte nur Anfang der zweiten Hälfte ein paar Probleme, als im Positionsspiel nicht viel lief und Bocholt schnell ausgleichen konnte. Doch Dinslaken fing sich schnell wieder. Am Ende war der Sieg ungefährdet.

MTV II: Grah, Haude; Ahls (1), de Lede (5), Schroeer (2), Höffner (5/1), Petzinna (6/2), Loth (9), Höpken, Lehmkuhl, d’ Auria (7).

Über den MTV-Sieg konnte sich auch Nachbar TV Jahn Hiesfeld II freuen, der die Bocholter damit endgültig abgeschüttelt haben dürfte. Weil auch Saarn in Borken verlor und die „Veilchen“ beim 27:16 (14:9) über den HCTV Rhede ihre Pflicht souverän erfüllten, hat der Spitzenreiter nun bereits sieben Punkte Vorsprung.

Gegen die von Burkhard Höffner trainierten Gäste tat sich der TV Jahn nur in der Anfangsphase richtig schwer. Über eine 5:4-Führung zog die Mannschaft von Werner Schwarzenberg auf 11:6 weg und geriet danach nicht mehr ernsthaft in Gefahr, auch wenn die Startphase nach dem Wechsel auch nicht ganz nach dem Geschmack des Trainers verlief. „Ich hatte aber nie das Gefühl, dass wir die Partie verlieren könnten“, erklärte Schwarzenberg.

TV Jahn II: Giesen, Kramp; Holzmann (2), Berner (5), Bestier (4), Jakobs (2), Supper (3), Schwarzenberg (7), Maier (2), Röttger, Gangelhoff, Jurzik (1), Dudler (1).