Jahn hatte mehr als einen Punkt verdient

Gino Mastrolonardo (rechts) agierte mit Fabian Gombarek und Dennis Hecht in der offensiven Mittelfeldreihe.
Gino Mastrolonardo (rechts) agierte mit Fabian Gombarek und Dennis Hecht in der offensiven Mittelfeldreihe.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Dinslaken. In einem ansehnlichen Oberliga-Kick trennten sich die etwas stärkeren Hiesfelder 1:1 von Ratingen. Montag in Hilden.

Es waren kaum 150 Zuschauer, die am Donnerstagabend den Weg an den Kunstrasenplatz des TV Jahn fanden. Doch von denen, die sich die Partie zwischen den Hiesfelder Fußballern und Germania Ratingen 04/19 bei nass-kalten Witterungsbedingungen ansahen, musste niemand sein Kommen bereuen. Denn beide Teams lieferten sich beim 1:1 (1:0) ein rassiges und gutklassiges Oberliga-Spiel mit vielen Höhepunkten. Ein wenig ärgern durften sich allenfalls die „Veilchen“-Fans, denn der Gastgeber war dem Sieg doch ein klein wenig näher als die Ratinger.

In der ersten Begegnung nach dem Armbruch von Kevin Menke versuchte es Jahn-Trainer Jörg Vollack mit Dennis Hecht, Fabian Gombarek und Gino Mastrolonardo in der offensiven Mittelfeldreihe. Ein Experiment, das durchaus als geglückt bezeichnet werden kann. Angefangen bei Torwart Sebastian Wickl bis zu Danny Rankl in der Spitze überzeugte diesmal aber die gesamte Mannschaft. Die volle Belohnung blieb nur aus, weil sich die Hiesfelder in der Defensive ein einziges Mal nicht auf der Höhe zeigten und vorne zu viele gute Möglichkeiten vergaben.

„Gomba“ verschoss Elfmeter

Wie Gombarek, der nach einem Foul im Sechzehner am fleißigen und stets gefährlichen Rankl mit seinem Strafstoß an 04/19-Keeper Dennis Raschka scheiterte (22.). Direkt im Gegenzug hatte Ratingen durch Sascha Meier nach einem überfallartigen Angriff seine einzige echte Chance im ersten Abschnitt, den die Hausherren über weite Strecken überlegen führten. Verdient war dann in der 41. Minute auch die Hiesfelder Führung. Gombarek servierte einen Freistoß von der Mittellinie genau auf Rankl, der bei seinem 16. Saisontreffer einmal mehr seine Kopfballstärke unter Beweis stellte.

Dennis Hecht hätte nach dem Wechsel für eine Vorentscheidung sorgen können, doch sein Schuss aus aussichtsreicher Position wurde von Adnan Hotic geklärt, wäre aber sehr wahrscheinlich ohnehin knapp am Tor vorbei gestrichen (58.). Glück hatten kurz darauf dann auch die Hiesfelder, als Wickl nach einem Distanzschuss von Ali Can Ilbay bereits geschlagen war, der Ball aber vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang (64.). Und trotzdem musste Wickl noch einmal hinter sich greifen, weil kein Jahn-Akteur den eingewechselten Benjamin Teichmöller bei seinem Solo über den halben Platz entscheidend störte – 1:1 (71.).

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener und enorm temporeicher Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Die letzte gute Gelegenheit vergab Oliver Rademacher (88.).

„Mit der Leistung kann ich zufrieden sein. Wir haben gegen einen starken Gegner gut gespielt. Gerade die erste Hälfte ging klar an uns“, resümierte Jahn-Coach Jörg Vollack.

Im Hinspiel unterlag der TV Jahn Hiesfeld dem VfB Hilden auf eigener Anlage deutlich mit 3:6. Vor allem Torhüter Sebastian Wickl erwischte damals einen rabenschwarzen Tag, war an einigen Gegentoren nicht schuldlos. Am Ostermontag (15 Uhr) will aber nicht nur Wickl in Hilden zeigen, dass er es wesentlich besser kann. Die gesamte Mannschaft brennt auf Revanche. „Aber das wir auf jeden Fall ein hartes Stück Arbeit. Der VfB ist sehr gut organisiert und setzt den Gegner früh unter Druck. Wenn wir aber deren Pressing überspielen können, bekommen wir unsere Möglichkeiten“, sagt Jörg Vollack.

Der Hiesfelder Trainer muss in Hilden allerdings wieder umbauen. Dennis Hecht sah gegen Ratingen seine fünfte gelbe Karte und ist deshalb gesperrt.