Holthausener Schützen haben sich als Mannschaft gefunden

Herbert Kampen (3.v. links) von der Volksbank Rhein-Lippe überreichte der Versehrtenmannschaft des BSV „Einigkeit“ Holthausen den mit 500 Euro dotierten Sportpreis des Monats.
Herbert Kampen (3.v. links) von der Volksbank Rhein-Lippe überreichte der Versehrtenmannschaft des BSV „Einigkeit“ Holthausen den mit 500 Euro dotierten Sportpreis des Monats.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Voerde. Versehrtenteam des BSV „Einigkeit“ freute sich über den Voerder Sportpreis des Monats im Februar. Große Erfolgsbilanz.

Über den Sportpreis des Monats der Stadt Voerde durfte sich im Februar die Versehrtenmannschaft des Bürgerschützenvereins „Einigkeit“ Holthausen freuen. Vollständig anwesend, um den Preis und die dazugehörige 500-Euro-Prämie entgegenzunehmen, war das Voerder Team, bestehend aus Uwe Bosserhoff, Bernhard Stania, Klaus-Dieter Geßmann, Franz-Christian Tielens, Hermann-Josef Riesen und Detlev Bauer, zwar nicht, tatkräftige Unterstützung gab es aber dennoch: Vereinskollegen und Familienmitglieder sorgten in der Volksbank an der Bahnhofsstraße für den passenden Rahmen.

Die Erfolgsbilanz der Schützen in den letzten Jahren, ausschlaggebend für die aktuelle Preisverleihung, kann sich sehen lassen. So platzierten sich Bosserhoff, Bauer und Stania in der Kategorie „Luftgewehr Mannschaft“ bei den Landesmeisterschaften nicht nur an erster Stelle, sondern stellten zudem noch einen neuen Landesrekord auf. Auch der verhinderte Bernhard Stania, laut seinen Teamkollegen, „der mit Abstand Beste“, sahnte den ersten Platz in der Kategorie „Luftgewehr mit Federbock Einzel“ und „KK 100 m mit Federbock Einzel“ ab. Mit dem Kleinkaliber stellte auch er einen neuen Landesrekord auf. Weitere erste Plätze belegten Bauer, Tielens und Riesen als Mannschaft. Im Einzel ergatterte Riesen gleich in drei Kategorien Gold.

DM war der Höhepunkt

Ein absoluter Höhepunkt 2014 war die Deutsche Meisterschaft in München-Hochbrück, bei der sich das Team vom Niederrhein souverän präsentierte: Vier Siege, ein zweiter und ein dritter Platz waren die grandiose Ausbeute. Nicht nur mit den gezeigten Leistungen der letzten Jahre sind die Holthausener Schütze zufrieden, denn vor allem das „Kameradschaftliche“ innerhalb der Truppe ist ihnen wichtig: „Man hat sich gefunden als Mannschaft, und das funktioniert super“, erzählt Bosserhoff, „ohne unseren Teamgeist könnten wir solche Erfolge gar nicht erzielen.“ Abgesehen vom Zusammenhalt spiele noch etwas anderes eine zentrale Rolle: „Die geistige Frische ist entscheidend“, sagen die Schützen. Weshalb sie im „Versehrtensport“ aktiv sind, hat bei vielen denselben Grund: „Bei den meisten ist es eigentlich der Rücken, damit haben fast alle Probleme“, erzählen die Preisträger schmunzelnd.

Es gibt viele Gründe, warum die Voerder ihren Sport so sehr schätzen. Einige sind bereits seit ihrer Kindheit dabei. Gerade das „Lernen des gepflegten Umgangs mit der Waffe“ schätzen sie sehr: „Ärgerlich ist nur, dass Amokläufe unseren Sport immer wieder in Verruf geraten lassen. Manche Leute denken, wir bilden irgendwelche Killer aus, dabei machen wir genau das Gegenteil. Wir zeigen dem Nachwuchs, wie man verantwortungsvoll mit einer Waffe umzugehen hat.“