Hiesfelder Heimschwäche

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Durch das 20:27 gegen Gladbach beendet Jahn die Rückrunde zu Hause ohne Punkt .

Die Verabschiedungen, die Abteilungsleiter Thomas Bigger vor dem Spielbeginn mit Hilfe des erkrankten Akteurs Bastian Schwengers durchführte, nahmen schon einige Minuten in Anspruch. Mit Stefan Meyer (Karriereende), Marco Bückmann (Reserve), Philipp Tuda (unbekannt), Maximilian Reede (MTV Dinslaken) und Niklas Weghaus (OSC Duisburg) bestritten gleich fünf Spieler ihre letzte Heimpartie für den Handball-Oberligisten TV Jahn. Während Meyer und Bückmann nur auf der Bank Platz nahmen, waren Tuda, Reede und Weghaus im Rückraum sichtlich bemüht, sich gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach mit einer ordentlichen Leistung vom Heimpublikum zu verabschieden. Das gelang bei der 20:27 (12:14)-Niederlage nur phasenweise. Die „Veilchen“ beenden die Rückrunde ohne einen einzigen Punkt in heimischer Halle.

Dabei zählte die Leistung gegen die „Fohlen“ definitiv noch zu den besseren. Ohne den beim Derbysieg in Dinslaken überragenden Schwengers erwischten die Hiesfelder zwar einen ganz schwachen Start und lagen ganz schnell mit 0:4 (4.) hinten, nach einer Auszeit von Interimscoach Arthur Groß begann jedoch die Aufholjagd. Mehrfach hatten die Hausherren in der Folge die Möglichkeit zum Ausgleich. Christian Mergner vergab einen Tempogegenstoß zum 10:10, Mirco Schwarz ließ zwei Siebenmeter aus, die das 16:16 oder 17:17 bedeutet hätten. „Wenn wir da doch nur einmal das Unentschieden geschafft hätten“, trauerte Groß den Chancen hinterher. So aber setzten sich die allenfalls auf durchschnittlichem Niveau agierenden Gäste mit ihrem Tempospiel immer wieder ab. Jahn-Keeper Adrian Schnier hielt zwar stark, sah sich den Borussia-Schützen nach langen Pässen aber immer wieder im Eins-gegen-Eins gegenüber.

Noch kein Trainer

„Wir haben den Anfang total verschlafen, uns dann aber gut rangekämpft. Am Ende hat Gladbach uns mit der ersten Welle geschlagen“, erklärte Groß, der am Samstag ebenfalls ein Dankeschön von Thomas Bigger erhielt. Groß’ Zukunft ist im Mühlendorf auch noch ungewiss. Der ehemalige Linksaußen, der nicht mehr selbst spielen will, könnte sich vorstellen, als Co-Trainer weiter zu machen. Einen Chefcoach aber haben die „Veilchen“ bisher noch nicht verpflichten können. Auch der Spielerkader benötigt noch dringend Verstärkung.

„Wir wollen immer noch die Spielgemeinschaft“, machte Manager Horst Helsper am Rande des letzten Heimspiels klar. Vom Nachbarn und Verhandlungspartner MTV Rheinwacht fühlen sich die „Veilchen“ allerdings mittlerweile ein wenig verschaukelt und monieren „fehlende Ehrlichkeit“. Keine guten Voraussetzungen für weitere Gespräche.

TV Jahn: Adrian Schnier, Meyer; Enders (1), Reede (4), Mergner, Schwarz (3/2), Busjan (1), Bückmann, Tuda (3), Weghaus (6), Cedric Schnier (1).