Hiesfelder Handballer luden den Akku über Karneval auf

Bastian Schwengers knickte am Donnerstag beim Training um.
Bastian Schwengers knickte am Donnerstag beim Training um.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Matthias Waclawczyk gab seinem Oberliga-Team eine Woche frei. Am Samstag kommt Aufsteiger Lobberich zum TV Jahn

Nein, an das Hinspiel haben die Handballer des TV Jahn Hiesfeld nun wahrlich keine guten Erinnerungen. Aber dass der Rückblick auf den 2. November 2014 den „Veilchen“ keine Freude bereitet, liegt weniger daran, dass der Oberligist am sechsten Spieltag beim 31:32 gegen den TV Lobberich die allererste Niederlage kassierte, sondern viel mehr an der schweren Verletzung, die sich Linksaußen Arthur Groß in der Nettetaler Werner-Jäger-Sporthalle zuzog. Durch den Riss der Achillessehne war die Saison für Groß gelaufen, und Hiesfeld fehlte fortan der Akteur, der wohl am allerwenigsten zu ersetzen war. Am Samstag um 19.15 Uhr will die Mannschaft von Matthias Waclawczyk den damaligen Unfall natürlich so gut es geht ausblenden, wenn es in heimischer Halle zur Revanche gegen den starken Aufsteiger kommt.

Aufsteiger mit Sorgen

Die Situation, in der sich der TVL derzeit befindet, kennt der TV Jahn selbst ganz gut. Nach überragendem Start ging den Lobberichern, durchaus auch verletzungsbedingt, ein wenig die Puste aus. Die letzten vier Partien verlor die Mannschaft von Jurek Tomasik. Hiesfeld hingegen scheint sich mit den beiden Siegen in Remscheid und Hilgen bereits aus dem Tief herausgearbeitet zu haben, in dem der Gast noch steckt. Nicht nur auf Grund der zwei Auswärtserfolge gab Waclawczyk seinem Team über Karneval eine Woche frei. Auch zur Regeneration sollte die Pause dienen, schließlich war die Belastung für alle Akteure des kleinen Kaders zuletzt recht hoch. „Ein bisschen das Feuer schüren“, wollte der Coach mit der Unterbrechung der Routine. Erst am Dienstag nahmen die „Veilchen“ das Training wieder auf. Die ganze Konzentration gilt nun dem ersten Heimspiel nach knapp anderhalb Monaten. Das letzte ging Anfang Januar mit der Pleite gegen Vorst ziemlich daneben. „Wir wollen mit aller Macht gewinnen“, sagt Waclawczyk. Sein Erfolgsrezept klingt dabei ganz einfach: „Wenn wir gut decken, werden wir das Spiel auch für uns entscheiden.“

Gut decken, das heißt vor allem auch den überragenden Mittelmann der Lobbericher, Christopher Liedtke, so gut es geht in den Griff zu bekommen. Wie man einen starken Regisseur weitgehend ausschaltet, zeigten die Hiesfelder vor Karneval beim Sieg über die Bergischen Panther, als deren Spielmacher und Haupttorschütze Alex Zapf kaum zum Zug kam.

Mit Bastian Schwengers knickte einer der Jahn-Mittelleute beim Training am Donnerstag um. Waclawczyk hofft trotzdem, den Nachwuchsspieler heute einsetzen zu können. Viele Alternativen haben die „Veilchen“ im Rückraum ja auch nicht mehr.