Hiesfeld lässt den MTV wieder alt aussehen

MTV-Neuzugang Ivan Stajic konnte (noch) keine Akzente setzen.
MTV-Neuzugang Ivan Stajic konnte (noch) keine Akzente setzen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Jahn hat den Klassenerhalt nach dem 33:24 bei Rheinwacht sicher. Der Nachbar muss weiter zittern.

Es bleibt dabei: Der TV Jahn Hiesfeld ist dem Nachbarn MTV Rheinwacht in den direkten Duellen zurzeit einfach eine Klasse voraus. Vor rund 400 Zuschauern in der gut gefüllten Douvermannhalle feierten die „Veilchen“ nicht nur einen souveränen 33:24 (15:12)-Auswärtssieg, sondern auch gleich den Ligaverbleib in der Handball-Oberliga. Zwei Spieltage vor Schluss kann die Mannschaft von Arthur Groß nicht mehr auf den drittletzten Rang zurückfallen. Der Lokalrivale hingegen muss sich auf das große Zittern einstellen. Dinslaken hat nur noch theoretische Chancen auf den definitiv rettenden elften Tabellenplatz.

Dabei hatte MTV-Obmann Heinz Buteweg vor dem Derby noch einmal alles versucht. Wenige Wochen nach der erfolglosen Episode mit Goran Djurovic präsentierte Buteweg quasi zum Anwurf einen weiteren serbischen Neuzugang. Der 2,01 Meter große Ivan Stajic, der zuletzt in Österreich gespielt hat, aber auch schon einige Stationen in Deutschland hinter sich hat, war nach nur wenigen Trainingseinheiten aber auch noch nicht die erhoffte Verstärkung. Der 33 Jahre alte Linkshänder spielte dann insgesamt auch nur knapp 15 Minuten.

Manndeckung für Reede

Wie schon im Hinspiel erwischten die Hiesfelder den klar besseren Start. Angeführt von einem überragenden zwölffachen Torschützen Bastian Schwengers, setzten sich die Gäste auf 11:4 ab, gerieten dann aber etwas aus der Bahn, als der MTV Max Reede eine Manndeckung verpasste und zwischenzeitlich auch den zweiten Halben des TV Jahn kurz nahm.

Rheinwacht kämpfte sich nach der Pause noch einmal auf 14:16 (34.) heran, doch um tatsächlich eine Wende herbei zu führen, reichte die Vorstellung nicht. Hiesfeld fing sich wieder, blieb in der Deckung stabil und wartete vorne geduldig auf gute Möglichkeiten zum Abschluss. Beim MTV kam aus der zweiten Reihe so gut wie gar nichts. Nur sechs Feldtore erzielten die Rückraumspieler des Gastgebers insgesamt. Das Tempospiel kam ebenfalls nicht zum Tragen, während die „Veilchen“ nun über Konter immer wieder leichte Treffer erzielten. Spätestens beim 16:24 (46.) war die Begegnung gelaufen, auch weil Jahn-Keeper Adrian Schnier das Duell der Torhüter gegen Dinslakens Aaron Mertineit ganz klar für sich entschied. Am Ende konnten die Hausherren sogar froh sein, dass sie die Partie nur mit neun Toren Differenz verloren.

Rheinwacht-Kreisläufer Ralph Willam – einer der ganz wenigen Lichtblicke bei den Gastgebern – musste seine geknickten Mitspieler nach der Schlusssirene überreden, sich noch bei den eigenen Fans zu bedanken. Der Applaus fiel der Leistung entsprechend spärlich aus, während die Hiesfelder im Kreis tanzend ihren erneuten Derbysieg feierten.

„Wir haben es vom Kopf her einfach nicht geschafft, haben die letzten Niederlagen wohl mental nicht verdaut“, suchte MTV-Spielertrainer Marius Timofte nach Gründen für den schwachen Auftritt.

Sein Gegenüber Groß, der ein Sonderlob an Schwengers und Keeper Schnier verteilte, konnte dagegen hoch zufrieden sein: „Ein Kompliment an die gesamte Mannschaft. Sie hat nach einer guten Trainingswoche ganz viel von dem umgesetzt, was ich gefordert habe. Jetzt bin ich richtig erleichtert.“