Hiesfeld ärgerte Favorit Rot-Weiss Essen

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Dinslaken. C-Junioren konnten das hohe Tempo beim 2:5 im Pokal gegen den Regionalligisten aber nicht halten. 1:0-Führung.

Trainer Stephan Beneke sprach vor dem Achtelfinale des Niederrheinpokals davon, dass sein Team der klare Außenseiter sei: „Es wird ein Spiel von David gegen Goliath. Wir werden versuchen, RWE zu ärgern. Dass das schwer wird, ist uns bewusst.“ Die Fußball-C-Jugend des TV Jahn Hiesfeld verlor nach einer guten Leistung schlussendlich verdient mit 2:5 (1:3) gegen Rot-Weiss Essen.

Dabei ärgerten die Lila-Weißen den Regionalligisten zu Beginn ganz gewaltig. Hiesfeld wirkte dynamischer, aggressiver, war schneller auf den Beinen und ging nach zehn Minuten nicht unverdient in Führung. Maurice Markus Kulessa überlief den Essener Linksverteidiger und brachte den Ball aus halbrechter Position aufs gegnerische Tor. Die rund 100 Zuschauer rechneten mit einer Flanke und waren überrascht, als der Ball im linken Winkel einschlug. Ein skurriles, schönes Tor, das Mannschaft und Trainer in Ekstase versetzte. Schnell zeichnete sich allerdings ab, dass das Team nicht über die volle Spielzeit das hohe Tempo und die Aggressivität beibehalten konnte .

Ausgleich schockt Jahn

RWE wurde immer ballsicherer und überrannte einige Male die rechte Seite des TV Jahn. In der 22. Minute zog Essens Außenstürmer Burak Demidere erneut am Rechtsverteidiger Luca Leon Ufermann vorbei, schoss das Leder an die Latte, von dort sprang der Ball ins Feld, Yasin-Cemal Kaya konnte zum 1:1 abstauben. Hiesfeld schien angeschlagen und geschockt, Rot-Weiss Essen dagegen hatte seinen Rhythmus gefunden. Kurz nach dem Ausgleich kassierte Jahn das 1:2. Aus abseitsverdächtiger Position versenkte Mert Yagci in der 23. Minute und drehte damit die Partie. In der 29. Minute erhöhte RWE-Topstürmer Özkan Terzioglu gar auf 3:1. Die „Veilchen“ hatten den in der Regionalliga bisher 13-mal erfolgreichen Stürmer völlig alleine gelassen, so dass der überhaupt keine Probleme hatte, einzuschieben. Das Team von Stephan Beneke wirkte in dieser Phase des Spiels überfordert und müde. Die Mannschaft fand nicht mehr in die Zweikämpfe, somit verpuffte das Pressing ein ums andere Mal.

Nach dem Pausentee zeigte sich der TV Jahn wieder mutiger. In der 40. Minute brachte Stürmer Tim Falkenreck sein Team wieder auf Schlagdistanz. Ein flacher Ball wurde in die Schnittstelle der beiden Innenverteidiger gespielt, Hiesfelds Nummer 9 tankte sich gegen zwei Gegenspieler durch und versenkte eiskalt ins linke untere Eck. Die Euphorie war zurück, erlitt jedoch schnell einen herben Dämpfer. Nur wenige Momente später, in der 41. Minute, stellte Essens Mohammad Sahebzada den alten Vorsprung wieder her. Nun diktierte der Gast das Geschehen und ließ den „Veilchen“ nur noch wenig Möglichkeiten, das eigene Spiel zu entfalten. Den Schlusspunkt setzte in der 63. Minute dann Özkan Terzioglu mit seinem zweiten Tor.

Hiesfelds Coach Stephan Beneke äußerte sich nach dem Spiel so: „Der Favorit hat verdient gewonnen. Wir haben gut gekämpft und haben RWE vor allem zu Anfang geärgert. Ich bin enorm stolz auf mein Team, meine Jungs haben das toll gemacht. Jetzt fokussieren wir uns auf das Wochenende, dann wollen wir im Derby gegen den SuS 09 Dinslaken wieder wichtige Punkte einfahren.“

TV Jahn: Kornetka, Ufermann (25. Y. Uzun), Heiß (59. Weisenhaus), Paul, F. Uzun, Feldhoff, Erbaykir, Wilk, Kulessa, Böhm (64. Lang), Falkenreck.